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Hohenhameln Unter Strom: Hohenhamelner Wirtschaftsgespräch im Mehrumer Kraftwerk
Kreis Peine Hohenhameln Unter Strom: Hohenhamelner Wirtschaftsgespräch im Mehrumer Kraftwerk
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06:00 26.09.2019
Bild mit Symbolcharakter: Die aktuelle Situation des Kraftwerks in Mehrum und der Bau eines neuen Umspannwerks in der unmittelbaren Nachbarschaft als „Knotenpunkt der Energiewende“ waren Themen beim Wirtschaftsgespräch. Quelle: dpa
Hohenhameln

Zwei ganz aktuelle technische Themen haben auf dem Programm des Wirtschaftsgesprächs 2019 der Gemeinde Hohenhameln gestanden, das am Dienstagabend in den Räumen des Mehrumer Kraftwerks stattfand.

Kraftwerk und Umspannwerk

Zum einen gab der Geschäftsführer Armin Fieber einen Überblick über die aktuelle Situation des Kraftwerks, zum anderen hielten zwei Mitarbeiter der Firma Tennet Infos über den geplanten Neubau eines Umspannwerks in Mehrum. Dritte Referentin war Jutta Schubert von der Kreisvolkshochschule Peine (KVHS), die über das Berufsweiterbildungs-Angebot Proquali referierte.

Ungewisse Zukunft

Fieber ist seit etwa einem Jahr Geschäftsführer des Kraftwerks, das mit Steinkohle betrieben wird und angesichts der Energiewende eine ungewisse Zukunft vor sich hat. In den vergangen sieben Monaten hat es überwiegend still gestanden. „Strom wird an der Börse gehandelt. Wenn das Angebot insbesondere aus erneuerbaren Energien groß und damit der Strompreis niedrig ist, können wir nicht wirtschaftlich produzieren“, erklärte er.

Man sei optimistisch, dass das Blatt sich im Winter wieder wenden werde. Zurzeit werde rund 70 Prozent der Energie aus Wind und Sonne gewonnen. „Aber nachts und bei Windstille decken konventionelle Kraftwerke fast 100 Prozent“, machte Fieber deutlich.

Von links: Andreas Lakisa, Uwe Bollmann und Armin Fieber beim Wirtschaftsgespräch im Kraftwerk Mehrum. Quelle: Kerstin Wosnitza

Millionen-Investition

Sven Bollmann und Andreas Lakisa von der Firma Tennet stellten die Pläne für das neue Umspannwerk vor, das bis 2021 nördlich des Kraftwerks entstehen soll und rund 70 Millionen Euro kosten wird. „Der Standort ist ideal, weil bei Mehrum 220-Kilovolt-Leitungen und 380-Kilovolt-Leitungen verlaufen. Das Umspannwerk stellt dann quasi eine Verbindung zwischen den Leitungen her“, erklärte Bollmann. Zudem könnten die riesigen Bauteile –unter anderem rund 250 Tonnen schwere Transformatoren –über den Mittellandkanal relativ unkompliziert herbeigeschafft werden.

Netz muss flexibler werden

Tennet ist der Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland und muss den Netzentwicklungsplan der Bundesnetzagentur umsetzen. „Kraftwerke sind sichere, konstante Energiequellen. Durch die Zunahme der erneuerbaren Energien muss das Netz viel flexibler werden. Das neue Umspannwerk soll ein wichtiger Baustein dafür werden“, so Bollmann.

Mit dem Baubeginn ist Ende des Jahres zu rechnen. Im Anschluss soll dann die seit 40 Jahren bestehende Altanlage erneuert. „Damit wird Mehrum zu einem großen, sicheren Knotenpunkt der Energiewende“, betonte Bollmann.

15 Jahre Proquali für Firmen

Auf das seit 15 Jahren bestehende Proquali-Weiterbildungsangebot der Kreisvolkshochschule (KVHS) für Firmen wies Jutta Schubert hin. „Der Generationswechsel innerhalb der Belegschaften bringt oft Probleme mit sich, denn die Nachwuchskräfte bringen ganz andere Vorstellungen, aber auch Voraussetzungen mit“, machte sie deutlich.

Aufgabe der Verantwortlichen müsse es sein, darauf zu reagieren, aber auch die Ressourcen und die Arbeitsfähigkeit zu erhalten. „Wichtig ist es, nachhaltige Maßnahmen zu ergreifen und Weiterbildung nicht als Ausgabe, sondern als Investition zu verstehen“, sagte sie.

Von Kerstin Wosnitza

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