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Hohenhameln Steuerprüfung: Hohenhamelner flüchtete mit Wohnmobil
Kreis Peine Hohenhameln Steuerprüfung: Hohenhamelner flüchtete mit Wohnmobil
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06:00 15.05.2019
Hier wurde verhandelt: Das Amtsgericht in Peine. Quelle: Archiv
Hohenhameln/Peine

Noch drei Monate Führerschein-Sperrfrist und 800 Euro Schmerzensgeld: So lautete das Urteil des leitende Richter am Peiner Amtsgerichts gegen einen Angeklagten aus Hohenhameln.

Was war passiert? Der heute 55-Jährige sollte am 6. September 2018 sein in einer Hohenhamelner Scheune untergestelltes Wohnmobil im Rahmen einer Steuerprüfung den Vollstreckungsbeamten für eine Durchsuchung zur Verfügung stellen. Da er sich dieser Kontrolle entziehen wollte, setzte sich der Hohenhamelner kurzerhand ins Wohnmobil und fuhr durch das nur einen Spalt weit geöffnete Scheunentor. Dabei verletzte er einen der anwesenden Vollstreckungsbeamten und beschädigte das Tor stark.

Unfall während Flucht verursacht

Der Verletzte erlitt unter anderem einen Schock und war für zwei Tage dienstunfähig. Der Angeklagte setzte seine Flucht mit dem Wohnmobil von Hohenhameln nach Hildesheim fort. Beim Abbiegen verursachte der 55-Jährige einen Unfall, indem er den Pkw eines weiteren Verkehrsteilnehmers streifte. Dabei entstand ein weiterer Schaden von rund 2000 Euro. Der Unfallverursacher wurde von der Polizei in Hildesheim gestellt und sein Führerschein direkt eingezogen.

800 Euro Schmerzensgeld und Führerschein-Sperre

Gegen das daraufhin vom Amtsgericht festgelegte Strafmaß wurde ein eingeschränkter Einspruch durch die Verteidigung erhoben. Da der Angeklagte sein Fehlverhalten einsah und eine entsprechende Entschuldigung aussprach, beantragte der Staatsanwalt in seinem Plädoyer eine verkürzte Führerschein-Sperrfrist von noch drei Monaten und der Zahlung von 800 Euro Schmerzensgeld, zu entrichten an den geschädigten Vollstreckungsbeamten. Der Verteidiger schloss sich, nach kurzer Abstimmung mit seinem Mandanten, dem Antrag der Staatsanwaltschaft an.

Der leitende Richter verkündete anschließend sein Urteil. Er stellte eine tateinheitliche Körperverletzung in Tatmehrheit mit der Entfernung vom Unfallort fest. In seinem Urteil folgte er dem Antrag des Staatsanwalts. „Ein milderes Urteil war nicht möglich, da Sie mit fast 2000 Euro einen erheblichen Schaden verursacht haben“, begründete der Richter dem Angeklagten sein Urteil. Auf eine mögliche Revision wurde seitens der Verteidigung verzichtet.

Von Eckhard Bruns

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