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Hohenhameln Schüler beringen junge Schleiereulen auf Gut Adolphshof
Kreis Peine Hohenhameln Schüler beringen junge Schleiereulen auf Gut Adolphshof
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06:00 18.05.2019
Ganz vorsichtig nahmen die Schüler der Bielefelder Sonnenhellwegschule die Eulenküken zur Beringung in die Hand. Quelle: Grit Storz
Hämelerwald

Große Aufregung auf dem Gut Adolphshof: Die sieben Küken des Schleiereulenpaares vom Gut wurden beringt. Uwe Herbig, langjähriger ehrenamtlicher Mitarbeiter der Vogelschutzwarte Helgoland und Hämelerwalds „Eulenflüsterer“, hatte zur Beringung der Jungvögel eine Schulklasse der Sonnenhellwegschule aus Bielefeld, die gerade eine Woche Landwirtschaftspraktikum auf dem Adolphshof macht, eingeladen.

Die Jugendlichen durften die kleinen Eulen beim Beringen sogar halten. Ganz vorsichtig wurden die durchschnittlich 250 Gramm leichten Küken in die Hände genommen. Mit viel Empathie und großer Neugierde betrachteten die 15- und 16-Jährigen, die mit Beeinträchtigungen leben, die Eulen. So hatten sie dann auch gleich viele Fragen, die Herbig beantwortete. Etwas besorgt wollten die Besucher unter anderem wissen, ob denn die Eulenmama nicht aufgeregt oder traurig wäre, wenn ihre Jungen aus der Kiste genommen werden. Aber der erfahrene Eulenbeobachter konnte alle Anwesenden beruhigen: Die Altvögel sind in diesem Stadium der Kükenentwicklung nicht mehr rund um die Uhr anwesend.

24 junge Schleiereulen in Hämelerwald

Die Schleiereulen auf dem Gut Adolphshof sind zwischen vier und fünfeinhalb Wochen alt, weiß Herbig, der die seit über 30 Jahren am Adolphshof befindliche Eulen-Kiste regelmäßig kontrolliert. Hartmut Liedke, der mit Herbig gemeinsam in Sachen Eulenschutz und -beobachtung unterwegs ist, wusste zu berichten, dass auch die anderen beiden Nistkisten im Ort gut belegt sind. Insgesamt wachsen in diesem Jahr 24 Schleiereulen in Hämelerwald heran. „Fürs Großwerden sieht es wirklich gut aus“, freut sich Herbig, denn es wäre ein „Mäusejahr“.

So findet der Eulenvater genügend Nahrung, um seine Partnerin und die Jungen zu versorgen. Für das Gelege auf dem Gut Adolphshof bedeute dies, dass das Männchen pro Nacht mindestens 16 Mäuse heranschaffen muss. Interessiert hörten die Jugendlichen zu, wie die Nahrungsaufnahme bei Eulen funktioniert. Alles, was nicht verdaut werden könne, würgen die nachtaktiven Vögel dann wieder heraus, erklärte Herbig und zeigte sogleich ein frisches Gewölle.

Vögel mit „Personalausweis“

Die Angst, dass der Ring den Küken wehtun könnte, nahm Herbig den Schülern. „Das ist ihr ,Personalausweis’“, erklärte er und zeigte, wie locker und stabil zugleich der Ring sitzt. „Die Kükenbeine sind mit etwa vier Wochen fast ausgewachsen. Deshalb kann ab diesem Zeitpunkt bedenkenlos beringt werden“, so Herbig.

Das jetzt noch weiße und flauschige Federkleid der kleinen Schleiereulen werde sich in den nächsten Wochen in das typische Eulengefieder ändern, blickte Liedke voraus. Die Krallen jedoch seien schon scharf, spitz und „fast fertig“. Später, wenn die Jungen flügge geworden sind und sich nach der etwa noch zweiwöchigen Nachfütterung durch die Altvögel vom Adolphshof verabschieden, zieht es sie in die „weite Welt“. Ihre Flüge bis nach Polen oder in die Niederlande kann dann anhand der Ringe nachvollzogen werden.

Von Grit Storz

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