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Hohenhameln Peiner Eulen, Chaos Käuze und fliegende Hunde
Kreis Peine Hohenhameln Peiner Eulen, Chaos Käuze und fliegende Hunde
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06:00 09.08.2019
Die Chaos Käuze und die Kamikaze Käuze mit ihren Hunden und dem Pokal. Quelle: Mara-Ann Meeuw
Mehrum

Man könnte fast meinen, die Hunde würden fliegen, wenn sie mit voller Geschwindigkeit die Sprünge des Parcours überwinden. Geschickt, wendig und mit viel Spaß rennen sie durch Tunnel, erklimmen Wände und schlängeln sich durch Slalomstangen. Die gut trainierten Hunde gehören zu den beiden Agility-Turnierteams des Peiner Hundesportvereins Peiner Eulen – den Chaos Käuzen und den Kamikaze Käuzen. Im Juni nahmen beide Mannschaften an der niedersächsischen Landesmeisterschaft teil. Die Kamikaze Käuze belegten den 7. Platz, die Chaos Käuze wurden zum dritten Mal niedersächsischer Landesmeister (PAZ berichtete) und nahmen den Pokal mit nach Hause.

Die Peiner Eulen

Der Hundesportverein Peiner Eulen bietet Training und Aktivitäten für Jung- und Althunde. Neue Hundebesitzer können im Welpen- oder Junghundekurs erste Ausbildungsziele verfolgen. Für sportlich Aktive gibt es Mantrailing, Mobility oder Agility. Darüber hinaus gibt es Angebote wie Wanderungen sowie Sport-und-Spiel-Spaziergänge. Informationen zu Welpenkursen gibt es bei Cornelia Könneker, Telefon (0 51 28) 13 04 oder per E-Mail cornelia-koenneker@htp-tel.de. Informationen und Anmeldung zum Junghundekurs gibt es bei Monique Loichen per E-Mail m.loichen@gmx.de. Alle weiteren Informationen auf www.peiner-eulen.de im Internet.

Sportliche Besitzer auch bei Gewitter

Agility ist das englische Wort für Gewandtheit und Agilität. Beides brauchen Hunde und Besitzer bei diesem Sport, genauso wie regelmäßiges Training. Auf dem Gelände neben dem Kraftwerk Mehrum sind die Hindernisse bereits aufgebaut. Während sich über dem Platz ein Gewitter zusammenbraut, laufen die Besitzerinnen im strömenden Regen den Parcours ab, um die richtige Reihenfolge zu sehen, während die Hunde brav im Trockenen warten. „Die Turniere finden bei jedem Wetter statt, nur in seltenen Fällen wird wegen extremen Temperaturen oder schlechtem Wetter abgebrochen“, erzählt Trainerin Caroline Könneker, die selbst seit vielen Jahren trainiert und sich bei Fortbildungen und Seminaren weiterbildet.

Beim Agility-Training der Hunde gibt es viel zu sehen.

Auf los geht’s los: Über Wippen, Laufstege und Sprünge

Die Hunde lassen sich vom kühlen Nass nicht ablenken. Vor dem ersten Hindernis liegend, warten sie auf ihren Einsatz. Sobald Frauchen los sprintet und das Kommando gibt, rennt Hund auch schon hinterher – über Sprünge und einen hohen Laufsteg hinweg, durch Tunnel und an schrägen Wänden hoch und dann noch durch den Slalom. Die Tiere sind so flink, dass der Trainingslauf nach wenigen Sekunden vorbei ist. Dann ist das nächste Paar dran. „Hund und Mensch müssen für Agility sportlich sein und laufen wollen,“ so Könneker, „aber Hauptsache ist, man hat Spaß daran.“

Hund und Frauchen müssen intensiv zusammenarbeiten. Quelle: Mara-Ann Meeuw

Kann ein Mops sportlich sein?

Larissa ist eine der Läuferinnen für die Chaos Käuze. Ihr Hund Carlo ist ein Mini Australian Shepherd. Angefangen hat sie aber mit einem ganz anderen Hund: „Ich hatte einen Mops. Ich dachte, meiner würde so gemütlich und ein bisschen faul sein, wie der meiner Eltern. Aber er hatte etwas mehr Energie, also sind wir aktiv geworden.“ Erst besuchten sie den Junghundekurs bei den Peiner Eulen, dann entdeckten sie Agility für sich. „Es hat dem Mops echt Spaß gemacht, aber er ist sehr temperaturempfindlich. Also habe ich mir Carlo geholt.“

...und schräge Wände empor. Immer dabei ist Frauchen Larissa, die Carlo das nächste Hindernis zeigt. Quelle: Mara-Ann Meeuw

Mit Ehrgeiz zum Erfolg

Mitmachen kann so gut wie jeder Hund. Nur sehr große und schwere Hunde, wie Berner Sennen oder Neufundländer, sollten nicht mitmachen. „Es ist nicht der gesündeste Sport für die Gelenke der Tiere. Aber solange man seinen Hund nicht überstrapaziert, schafft Agility einen guten Ausgleich zum Alltag.“ Jeder Turnierläufer hat klein angefangen. Wenn Mensch und Hund gut zusammenarbeiten, kommen sie voran und entwickeln den Ehrgeiz, mehr erreichen zu wollen. „Es ist schön zeigen zu können, was der Verein leistet. Bei Turnieren können wir uns mit anderen messen und zeigen, was wir drauf haben“, betont Könneker.

Nächstes Ziel: Deutsche Vereinsmeister

Und was ist der Reiz daran, in einer Mannschaft zu laufen, statt allein? Darauf hat Könneker eine klare Antwort: „Es ist etwas ganz Besonderes, weil man gemeinsam kämpft und sich unterstützt. Nur zusammen können wir etwas erreichen, deswegen freut man sich für das ganze Team. Es stärkt das Gemeinschaftsgefühl.“

Am 7. und 8. September geht es für die Chaos Käuze zum Finale nach Rheine (Nordrhein-Westfalen). Dort messen sie sich mit den Siegern der anderen Landesverbände und haben eine Chance, Deutscher Vereinsmeister zu werden. Für Mannschaften ist danach Schluss. Einzelläufer haben Chancen auf Meisterschaften in Deutschland, Europa und der Welt.

Von Mara-Ann Meeuw

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