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Hohenhameln Kesselschaden verhindert Produktionsaufnahme
Kreis Peine Hohenhameln Kesselschaden verhindert Produktionsaufnahme
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17:00 05.11.2019
Das Kraftwerk in Mehrum: Nach Reparaturarbeiten soll die Produktion Ende der Woche wieder aufgenommen werden. Quelle: Archiv
Mehrum

Nach siebenmonatiger Pause ist das Kraftwerk Mehrum am Montag wieder ans Netz gegangen. Vorerst jedoch nur für einige Stunden: Wegen eines Kesselschadens musste der Betrieb noch am Abend desselben Tages wieder eingestellt werden. Bis Ende der Woche sollen die Schäden behoben sein.

Wegen niedriger Strompreise an der Börse in Leipzig stand die Produktion im Mehrumer Steinkohle-Kraftwerk seit vergangenem März still. Es hätte sich nicht gelohnt, Strom zu produzieren, wenn die Fixkosten des Kraftwerks in Höhe von etwa 100 000 Euro täglich mit dem Verkauf nicht gedeckt werden können. Daher entschied sich die Leitung dafür, das Werk vorübergehend nur auf Bereitschaft laufen zu lassen – daraus wurden letztendlich sieben Monate.

Mittlerweile hätten sich die Preise an der Strombörse erholt, wie Kathrin Völkner, kaufmännische Prokuristin des Mehrumer Kraftwerks, erklärt. „Wir hoffen, dass die Entwicklung nun auch so bleibt.“ Am Montagmittag wurde der Betrieb im Werk wieder aufgenommen. Jedoch stellten die Mitarbeiter auch ein Schaden an einem der Dampfkessel fest, was dazu führte, dass das Stromproduktion noch am Montagabend wieder eingestellt werden musste.

Kraftwerk ist 40 Jahre alt

„Es handelt sich um die häufigste Schadensart in Kohlekraftwerken“, so Völkner. „Man muss auch bedenken, dass unsere Anlage mittlerweile 40 Jahre alt ist.“ Bis Freitag sollen die Reparaturen abgeschlossen sein, so dass das Kraftwerk endlich wieder ans Netz gehen kann.

Bislang hat das Werk in diesem Jahr erst ungefähr 500 Gigawattstunden Strom erzeugen können. In den meisten Vorjahren waren es bei durchgängigem Betrieb jeweils rund 3000 Gigawattstunden. Während des Produktionsstillstands ab März war Werksbelegschaft dennoch ausgelastet: Die Zeit wurde für Wartungsarbeiten genutzt. Zudem musste sichergestellt sein, dass das Kraftwerk einsatzbereit ist und innerhalb von 16 Stunden ans Netz gehen kann, falls eine kurzfristige Einspeisung ins Stromnetz nötig sein sollte. Dies war während der „Zwangspause“ auch einige Male der Fall.

Von Dennis Nobbe

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