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Hohenhameln Kita Mehrum ist fertig, doch es fehlen Plätze
Kreis Peine Hohenhameln Kita Mehrum ist fertig, doch es fehlen Plätze
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13:00 17.08.2018
Die Kita Mehrum ist fertig, doch nicht alle Kinder haben einen Betreuungsplatz bekommen. Quelle: Archiv
Mehrum

Vor einem halben Jahr sei die Familie nach Mehrum gezogen und habe sich sofort um einen Platz in der Einrichtung beworben. „Es ist wichtig, dass der Kleine unter andere Kinder kommt, zudem gibt es einen Rechtsanspruch“, sagt die Großmutter. Doch weil die Mutter nicht berufstätig sei, habe der Dreijährige keinen Platz bekommen.

„Er steht auf der Warteliste, aber es ist nicht mal sicher, dass er nächstes Jahr berücksichtigt wird.“ Eine Klage jedoch wolle die Familie nicht anstrengen. „Dann würde er zu einer Tagesmutter kommen. Er soll aber in einen Kindergarten gehen und andere Kinder kennenlernen“, sagt die 58-Jährige.

„Als wir geplant haben, war der Bedarf mit dem Neubau abgedeckt“, sagt Hohenhamelns Bürgermeister Lutz Erwig (SPD) zu der Kritik. Die Entscheidung, in Mehrum eine Kita mit einer Krippen- und einer Kindergartengruppe zu bauen, sei nicht unumstritten gewesen.

Verschärfte Situation

Ursprünglich habe man eine Drei-Gruppen-Einrichtung im Kernort Hohenhameln errichten wollen. Dafür habe aber nur eine Fläche an der Grundschule im Eigentum der Gemeinde zur Verfügung gestanden. „Es gab erheblichen Widerstand der Lehrer- und Elternschaft“, sagt Erwig. Daher sei als gemeindeeigene Ausweichfläche nur der Standort in Mehrum infrage gekommen. Die Kita ist seit März in Betrieb, die offizielle Einweihung ist für den 1. September geplant.

Nun habe sich die Situation dadurch verschärft, dass vier integrative Gruppen in den Kitas eingerichtet werden mussten. Dort werden Kinder mit Förderbedarf oder anderen Handicaps betreut.

„In diesen Gruppen können statt 25 nur 18 Kinder betreut werden. Allein dadurch können 28 Plätze nicht belegt werden“, so Erwig. „Zudem steigt die Nachfrage bei den unter Dreijährigen und durch den nun beitragsfreien Kindergartenbesuch für Kinder ab drei Jahren auch dort.“

1,7 Millionen Euro Defizit

Erwig betont: „Der Landkreis ist dafür zuständig, den Rechtsanspruch zu erfüllen. Er wälzt diese Aufgabe auf die Gemeinden ab.“ Die Gemeinde Hohenhameln hat die Vereinbarung über die „Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen“ mit dem Landkreis Peine gekündigt (siehe Beistück).

„Ziel ist, dass sich der Landkreis finanziell beteiligt. Wir haben ein jährliches Defizit von 1,7 Millionen Euro in der Kinderbetreuung, Tendenz steigend.“ Sollte keine Einigung erzielt werden, „muss der Landkreis im schlimmsten Fall die Aufgabe allein übernehmen“, so der Bürgermeister.

Von Mirja Polreich

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