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Hohenhameln Bürgermeister Lutz Erwig: „Kaufen Sie weiterhin ein“
Kreis Peine Hohenhameln Bürgermeister Lutz Erwig: „Kaufen Sie weiterhin ein“
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14:28 02.04.2020
Kunden dürfen das Wollgeschäft „Wolke 7“ in Equord derzeit nicht betreten.
Kunden dürfen das Wollgeschäft „Wolke 7“ in Equord derzeit nicht betreten. Quelle: Ursula Radan
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Hohenhameln

Händler in der Gemeinde Hohenhameln und der Region brauchen während der Coronakrise die Hilfe der Kunden: Hierzu ruft Bürgermeister Lutz Erwig (SPD) auf. Trotz der aktuellen Einschränkungen haben viele Geschäfte noch geöffnet oder bieten auf alternativen Wegen ihre Waren an. „In diesen Zeiten ist es besonders wichtig, örtliche Händler zu unterstützen, damit wir sie noch lange behalten können“, betont Erwig.

Die Geschäfte seien ein wichtiger Bestandteil des wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Miteinanders, so der Bürgermeister. Sie würden nicht nur Arbeitsplätze und die tägliche Versorgung sichern, sondern auch dazu beitragen, den Gemeindehaushalt zu finanzieren und sich in Vereinen sowie sozialen und kulturellen Einrichtungen engagieren.

„Kaufen sie weiterhin ein, nutzen sie Online-Angebote und Bringdienste der örtlichen Unternehmen oder kaufen Sie wenn möglich Gutscheine“, bittet Erwig und weiter: „Besonders betroffen sind gerade die Restaurants. Zwar wird der Außer-Haus-Verkauf gut angenommen, doch kompensieren kann man die Ausfälle damit nicht.“

Übersicht der Geschäfte auf der PAZ-Seite

In seinem Aufruf verweist er zudem auf die PAZ-Aktion #Supportyourlocal Peine: Auf der Internetseite der PAZ findet sich eine Übersicht zahlreicher Geschäfte im Peiner Land, die derzeit geöffnet haben, Bringdienste anbieten oder anderweitig erreichbar sind. In Hohenhameln bietet zum Beispiel der Delphin-Grill Essens-Lieferungen an, das Ohlumer Wellness- und Kosmetik-Geschäft „Auszeit“ versendet auf Bestellung Gutscheine.

Das Ladenlokal des Naturstein-Meisterbetriebs Mühlbach in Ohlum hat derzeit nicht geöffnet, doch in der Werkstatt geht die Arbeit weiter. „Bei uns im Handwerk ist es zum Glück so, dass wir noch arbeiten dürfen und der Bedarf auch vorhanden ist“, sagt Inhaberin Marion Övermühle-Mühlbach. So seien die Handwerker zum Beispiel unterwegs, um in Neubauten Küchen zu montieren. „Dabei halten sie natürlich Abstand zueinander und den Kunden, außerdem fahren sie nicht mehr zusammen in einem Auto“, betont Övermühle-Mühlbach. Die Auftragslage sei während der Coronakrise zwar rückläufig, doch Aufträge kämen noch rein – jetzt allerdings nur telefonisch, per E-Mail oder Whatsapp.

Händler haben Umsatzeinbußen

Ursula Radan vom Equorder Wollgeschäft „Wolke 7“ verschickt Ware oder bietet sie zur kontaktlosen Abholung an. „Telefonisch bin ich zu den normalen Öffnungszeiten erreichbar. Ohne Kunden vor Ort ist es allerdings schwierig, denn Wolle will man ja gern anfassen, bevor man sie kauft“, sagt die Inhaberin. Außerdem würden die Handarbeit-Abende und Workshops, die sie regelmäßig anbietet, derzeit wegfallen. Dadurch habe sie, wie viele andere Händler auch, große Umsatzeinbußen. „Zumindest habe ich den Vorteil, dass ich keine weiteren Angestellten habe, die bezahlt werden müssen, und dass der Laden in meinem Wohnhaus ist“, erklärt sie.

Von Dennis Nobbe