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Hohenhameln Hohenhameln überträgt Hochwasserschutz an Wasserverband
Kreis Peine Hohenhameln Hohenhameln überträgt Hochwasserschutz an Wasserverband
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15:37 20.12.2019
2013 kam es in Hohenhameln nach tagelangem starken Regen zu einem Hochwasser, das Schäden in Millionenhöhe angerichtet hat. Quelle: Archiv
Hohenhameln

Die Gemeinde Hohenhameln und der Wasserverband Peine bauen ihre Zusammenarbeit weiter aus: Zum Januar 2020 werden die Hoch­wasserschutz-Aufgaben an den Peiner Verband übertragen. Ziel sei es, Fachwissen zu bündeln, um eine effiziente und nachhaltige Lösung für die Bürger zu erbringen, betonten Bürgermeister Lutz Erwig (SPD) und Verbandsvorsteher Hans-Hermann Baas bei der Vertragsunterzeichnung.

Wasserverband hat guten Ruf

Hochwasserschutz sei heute für kleinere Kommunen kaum noch selbst zu organisieren, das hätten die Erfahrungen der letzten Jahre auch bundesweit gezeigt. „Deshalb hat die Gemeinde Hohen­hameln beschlossen, die Hochwasserschutz-Aufgaben zu übertragen. Im Wasserverband sehen wir für dieses komplexe Themenfeld einen verlässlichen Partner, der die regionalen Besonderheiten gut kennt und sich in den Fragen des Hochwasserschutzes einen sehr guten Ruf erarbeitet hat“, sagen Erwig und der erste stellvertretende Bürgermeister Uwe Semper.

Lutz Erwig (v.l.) und Hans-Hermann Baas bei der Vertragsunterzeichnung, dahinter Olaf Schröder (l.) und Uwe Semper. Quelle: Wasserverband Peine

Gemeinde kann mitbestimmen

Der Einfluss der Gemeinde bleibt dabei gewahrt: „Die demokratische Mitbestimmung gilt genauso wie bei der Trinkwasser- oder der Abwasseraufgabe, die der Verband bereits für uns übernommen hat. Unsere Kommune ist in den Steuer- und Arbeitskreisen des Hochwasserschutzes vertreten und steuert zudem über den Vorstand des Verbandes die Arbeit. Mitbestimmung, Transparenz und eine intensive Kommunikation auf Augenhöhe sind, so wie wir es vom Verband kennen, auch hier gewährleistet.“

Grenzüberschreitender Hochwasserschutz

Hohenhameln wird als erste Kommune aus dem Gebiet des Landkreises Peine die Hochwasserschutz-Aufgaben längerfristig an den Verband übertragen. Dieser widmet sich seit 2019 in der als zweijähriges Projekt mit 15 Partnern angelegten Hochwasser-Partnerschaft Fuhse-Aue-Erse bereits Fragestellungen des grenzüberschreitenden Hochwasserschutzes in der Region. Ein Arbeitskreis beschäftigt sich auch mit der Burgdorfer Aue, die auch durch die Gemeinde Hohenhameln fließt.

Erfolgreiches Modell wird auf Hohenhameln übertragen

Mit der Übertragung der Hochwasserschutz-Aufgaben wird ein erfolgreiches Modell aus dem Harzvorland auch für Hohenhameln angewendet. „In den kommenden Monaten widmen sich die Fachleute des Verbandes der Aufstellung der Grundlagen, um daraus entsprechende Projekte abzuleiten. Diese Daten stellen dann die Grundlage für die Umsetzung dar“, blickt Wasserverband-Geschäftsführer Olaf Schröder voraus.

Die Flussgebietspartnerschaft Nördliches Harz­vor­land stand bereits für andere Hochwasser-Partnerschaften im Land Modell. Der Wasser­verband hatte das Konzept an Innerste und Oker aufgestellt und setzt es für neun Kommunen um. Der positive Effekt zeigt sich auch darin, dass Geld aus dem Sonderfonds des Landes zugesagt ist. „Wir sind einer der ersten Partner gewesen, die die Mittelzusage aus Hannover für diesen Sonderfonds erhalten hatten. Ein schöne Bestätigung unserer bisherigen Arbeit für den Hochwasserschutz in der Fläche“, führt Schröder aus.

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