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Hohenhameln Wasserverband plant Solidargemeinschaft für’s Abwasser
Kreis Peine Hohenhameln Wasserverband plant Solidargemeinschaft für’s Abwasser
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19:00 19.11.2018
Nachdem es bereits beim Trinkwasser eine Solidargemeinschaft gibt, plant der Wasserverband dies auch für den Abwasser-Bereich Quelle: Archiv
Hohenhameln

Was es bereits für den Trinkwasserbereich gibt, plant der Wasserverband Peine nun auch für das Abwasser: Eine Solidargemeinschaft, in der Landkreis-Kommunen und Stadt vertreten sind. Über das Vorhaben wurde nun erstmals im Finanzausschuss der Gemeinde Hohenhameln diskutiert.

Derzeit gelten unterschiedliche Entgelte

Derzeit ist es im Abwasserbereich noch so, dass in jeder Kommune unterschiedliche Entgelte für die Beseitigung gelten. „Wo zum Beispiel viel in Leitungen und Kläranlagen investiert wurde, sind die Preise auch höher“, verdeutlicht Bürgermeister Lutz Erwig (SPD). Nun gebe es von Seiten des Wasserverbands allerdings Überlegungen, eine Abwasser-Solidargemeinschaft zu gründen, in der für alle einheitliche Entgelte anfallen. Diese wurden im Ausschuss von Wasserverbands-Geschäftsführer Olaf Schröder vorgestellt.

„Der Vorteil wäre, dass eine große Gemeinschaft auch große Investitionen besser wegstecken kann, als eine kleine“, so Erwig. Müsse etwa in einer kleinen Gemeinde eine neue Kläranlage gebaut werden, stiegen unter Umständen auch die Entgelte für den Verbraucher stärker.

Entscheidung treffen die Gemeinderäte

Die Entscheidung, ob eine Kommune der Solidargemeinschaft beitritt, treffen die jeweiligen Gemeinderäte. In Hohenhameln wird derzeit in den Fraktionen beraten.

Zwölf Kommunen interessieren sich für Modell

„Gemeinsam zu investieren und als große Solidargemeinschaft zu agieren hat sich bei uns im Trinkwasser­bereich bereits seit Jahrzehnten bewährt“, sagt Olaf Schröder, Geschäfts­führer des Wasser­verbandes Peine. 2017 habe der Verband die Idee eines solidarischen Tarifmodells für Abwasserpreise aufgegriffen und in einem Arbeitskreis des Vorstands die Szenarien seitdem intensiv geprüft. „Herausforderungen wie der demografische Wandel, aber auch steigende Umweltauflagen und politische Vorgaben wie jüngst zur Klärschlammentsorgung können in einer großen Gemeinschaft besser und für den einzelnen Bürger kostengünstiger gelöst werden“, betont Schröder. Derzeit interessieren sich zwölf Kommunen für dieses Modell. In der Region sind das neben Hohenhameln noch Edemissen und Uetze. Die Mitgliedschaft ist freiwillig, eine intensive Mitbestimmung der kommunalen Vertreter ist vorgesehen. Im Idealfall kann das neue Preismodell schon zum Januar 2019 starten.

Ebenfalls informiert wurde im Finanzausschuss über die neue Kita-Vereinbarung mit dem Landkreis Peine. „Es gab bereits den Entwurf für eine neue Vereinbarung, er muss aber noch überarbeitet werden“, so Erwig. Ende des Monats soll die Vereinbarung aber vorliegen, auch hier muss der Rat abschließend zustimmen. Ab 2019 will der Landkreis den Gemeinden pro Kindergartenplatz einen Betriebskostenzuschuss in Höhe von 112 Euro im Monat zahlen. Diese Regelung gilt zunächst für vier Jahre.

Auch die Wirtschaftsförderung war Thema. „Im Industriegebiet in Mehrum sind alle Flächen verkauft. Nun ist die Frage, ob wir eine Erweiterung planen oder abwarten, was mit dem Kraftwerk passiert. Da tun wir uns im Moment schwer“, so der Verwaltungschef. Sollte das Kraftwerk in der Zukunft zurückgebaut werden, stünden freie Flächen zur Verfügung. Die Erweiterung des Gewerbegebiets in Hohenhameln sei auf den Weg gebracht, bis zur Erschließung würden aber noch einige Monate ins Land gehen.

Von Mirja Polreich

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