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Hohenhameln Hohenhameln: Kosten für Kita-Betrieb sind nach wie vor sehr hoch
Kreis Peine Hohenhameln Hohenhameln: Kosten für Kita-Betrieb sind nach wie vor sehr hoch
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17:18 11.12.2019
Mehr Gruppen und längere Öffnungszeiten lassen die Kosten im Bereich der Kitas explodieren. Quelle: dpa
Hohenhameln

In der Sitzung des Gemeinderats in Hohenhameln geht es am Donnerstag unter anderem um den Haushalt für das Jahr 2020. Trotz erheblicher Anstrengungen ist er nicht ausgeglichen: Es fehlen rund 1,6 Millionen Euro. Die gute Nachricht: Das ist zwar viel Geld, aber es sind fast 1,4 Millionen Euro weniger, als es 2019 der Fall war.

Arbeitskreis Haushaltssicherung

Seit dem Haushaltsjahr 2017 gibt es einen Arbeitskreis Haushaltssicherung, der auch 2019 getagt hat. Als wesentliches Ergebnis der Empfehlungen dieses Arbeitskreises wurden ab 2019 die Hebesätze der Grundsteuern A und B erhöht, zugleich wurde aber auch die Satzung über die Erhebung von Beiträgen zum Straßenbau aufgehoben. „Die Einnahmen aus der Grundsteuer B haben sich von 1,6 auf 2,4 Millionen Euro erhöht. Die zusätzlichen 1,2 Millionen Euro sind für den Straßenbau vorgesehen“, sagt Bürgermeister Lutz Erwig (SPD).

Trotz der klammen Lage sind Investitionen in Höhe von rund 8,4 Millionen Euro geplant. Es müssen voraussichtlich Kredite in Höhe von knapp 7,4 Millionen Euro aufgenommen werden. Ein dicker Brocken ist aber nur vorsichtshalber eingeplant, um handlungsfähig zu sein: Falls sich kein Investor findet, will die Gemeinde das Steinbachgelände kaufen, die bestehenden Gebäude abreißen (1 Million Euro) und eine neue Kita in Hohenhameln bauen (2,5 Millionen Euro). „Wir gehen aber davon aus, dass wir diese insgesamt 3,5 Millionen Euro letztlich gar nicht brauchen“, macht Erwig deutlich.

Einnahmen aus Grundstücksverkäufen fließen in zwei Jahren

Für rund 2,4 Millionen Euro will man Land Bau- und Gewerbegebiete kaufen und erschließen. „Das Geld müssen wir jetzt in die Hand nehmen, dafür fließen dann aber in zirka zwei Jahren die Einnahmen aus den Verkäufen in den Haushalt“, so der Bürgermeister. Auch Fördergeld für bestimmte Bauprojekte fließt immer erst zeitverzögert, so dass die Gemeinde in Vorleistung gehen muss.

Die Bewirtschaftung der Grundstücke und Gebäude ist mit 560 000 Euro veranschlagt. Große Posten hier sind das Hallenbad Mehrum (130 000 Euro), die Straßenbeleuchtung (90 000 Euro), die Flüchtlingsunterkünfte (70 000 Euro) sowie die Dorfgemeinschaftshäuser und Mehrzweckgebäude (62 000 Euro).

Unterhaltung der Gebäude

Auch für die Unterhaltung der Grundstücke und Gebäude der Gemeinde wird Geld benötigt: Unter anderem bekommt der Anbau der Grundschule Hohenhameln eine neue Wärmedämmung (90 000 Euro), im Hallenbad Mehrum sind Arbeiten am Dach und am Durchschreitebecken nötig (50 000 Euro), und es sind Instandhaltungsarbeiten am Bauhof (30 000 Euro) eingeplant. Für die Anschaffung eines Kassenautomaten im Hallenbad sind 90 000 Euro vorgesehen.

Kreisumlage beträgt 5,8 Millionen

Mit Abstand der größte Ausgaben-Posten ist mit 5,8 Millionen Euro die Kreisumlage. Immer teurer wird der Betrieb der Kindertagesstätten. Mit dem ständig wachsenden Bedarf zusätzlicher Krippen- und Kindergartengruppen und der Ausweitung der Öffnungszeiten. Zum Vergleich: 2009 betrug der Aufwand für die Kitas noch 773 000 Euro, 2019 waren es rund 1,7 Millionen. „2020 wird die Größenordnung ähnlich sein. Die neue Vereinbarung mit dem Landkreis Peine hat keine spürbare Entlastung gebracht, das Defizit ist nur um etwa 346 000 Euro niedriger ausgefallen als 2018“, rechnet Erwig vor.

Die Ratssitzung beginnt am Donnerstag, 12. Dezember, um 18 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses. Weitere Themen auf der Tagesordnung sind unter anderem die Entwicklung eines Energiequartierkonzeptes für Mehrum sowie die Aufstellung von Bebauungsplänen in Hohenhameln, Mehrum, Bründeln und Equord.

Von Kerstin Wosnitza

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