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Hohenhameln Zuckerrüben: Peiner Landwirte mit EU-Gesetzen unzufrieden
Kreis Peine Hohenhameln Zuckerrüben: Peiner Landwirte mit EU-Gesetzen unzufrieden
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07:34 11.12.2019
Mit der Kampagne "Fair Play für heimische Zuckerrüben" machen Landwirte auf die ungleichen Wettbewerbsbedingungen aufmerksam. Quelle: Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DNZ)
Equord

Das große, grüne Plakat an der B 65 bei Equord ist schon vielen Autofahrern aufgefallen: Mitten auf einem Feld steht ein Banner mit dem Text „Fair Play für heimische Zuckerrüben“. Mit der Initiative machen Landwirte im Landkreis Peine auf die heikle Situation am Zuckermarkt aufmerksam. Sie vermuten, dass sie durch die verordneten EU-Regeln deutliche Nachteile beim Zuckerrüben-Anbau haben und fordern nun einheitliche Gesetze.

Das Banner aufgestellt hat Landwirt Günter Strube aus Equord. Er beteiligt sich an der Aktion, die vom Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DNZ) organisiert wird. „In Europa herrschen unterschiedliche Voraussetzungen, es müssen endlich einheitliche Bedingungen geschaffen werden“, begründet der 58-Jährige sein Engagement.

Hintergrund: Durch Mengenbeschränkungen und hohe Zölle für Importe wurde die EU-Zuckerindustrie vor Konkurrenz geschützt. Diese Zuckerquote fiel im Oktober 2017 weg, seitdem kann jeder Betrieb in der EU so viel Zucker verkaufen, wie er will. Die deutschen Rübenanbauer bereiteten sich auf die Veränderungen gut vor, doch nun gibt es laut den Landwirten „Probleme mit Subventionen und Sonderregelungen für Pflanzenschutzmitteln“.

Preisdumping: Viele Staaten werden finanziell unterstützt

Seit 2015 zahlen einige Mitgliedsstaaten in der Europäischen Union ihren Landwirten Prämien, wenn sie Zuckerrüben anbauen. Dieses ist normalerweise eine Regelung für den Ausnahmefall, doch häufig werden diese Zahlungen gewährt, obwohl sie nicht notwendig sind. Derzeit unterstützen elf Mitgliedsstaaten ihre Zuckerrüben-Anbauer, Deutschland gehört nicht dazu.

Mit der Kampagne "Fair Play für heimische Zuckerrüben" machen Landwirte auf die ungleichen Wettbewerbsbedingungen aufmerksam. Quelle: Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer

Unfair: Deutsche Landwirte nutzen schlechteren Dünger

Ein weiteres Ärgernis des DNZ und der Landwirte sind die Gesetze für Pflanzenschutzmittel. Über 15 Jahre lang wurde das Saatgut punktuell mit dem Insektizid Neonicotinoiden gedüngt. Allerdings hat die Europäische Kommission diesen Einsatz verboten. Doch 13 Länder haben eine einjährige Notfallzulassung für den Gebrauch beantragt, sodass das Düngemittel weiterhin eingesetzt werden darf.

In Deutschland wird das Verbot seit einem Jahr konsequent umgesetzt. Deshalb müssen die örtlichen Landwirte wie Strube die gesamte Fläche spritzen, bei der keine Neonicotinoide eingesetzt werden dürfen. „Wir müssen Mittel einsetzen, die teurer und gleichzeitig weniger wirksam gegen Schädlingsbefall sind“, erklärte der Peiner Landwirt.

Einige deutsche Landwirte beklagen bereits Ertragseinbußen, bei der Aussage hält sich Strube aber zurück. Der Ertrag hänge mit weiteren Faktoren wie dem Niederschlag und dem Boden zusammen. „Die Ernte nur von einem Parameter abhängig zu machen, ist schwierig“, sagte Strube. Trotzdem seien die beiden Punkte für einen unfairen Wettbewerb im Rübenanbau verantwortlich. Daher fordert Strube mit dem Plakat an der B 65 gleiche Regeln für alle Landwirte in der EU.

Von Ann Kathrin Wucherpfennig

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