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Hohenhameln Fahrstuhl-Einbau hat begonnen
Kreis Peine Hohenhameln Fahrstuhl-Einbau hat begonnen
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06:00 22.03.2019
Derzeit laufen die Bauarbeiten für einen Aufzug im Hohenhamelner Rathaus. Die ersten Deckendurchbrüche wurden bereits erstellt.
Derzeit laufen die Bauarbeiten für einen Aufzug im Hohenhamelner Rathaus. Die ersten Deckendurchbrüche wurden bereits erstellt. Quelle: Gemeinde Hohenhameln
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Hohenhameln

Umfangreiche Bauarbeiten laufen derzeit im Rathaus von Hohenhameln: Am Montag hat der Einbau eines Aufzugs begonnen, um alle Geschosse des Gebäudes barrierefrei erreichbar zu machen.

Treppen sind für Rollstuhfahrer und Gehbehinderte, aber auch für Eltern mit Kinderwagen ein großes Hindernis. Bislang war das auch im Hohenhamelner Rathaus so, denn Obergeschoss und Keller waren nicht barrierefrei zu erreichen, obwohl zum Beispiel der Sitzungssaal, in dem viele öffentliche Veranstaltungen stattfinden, im Obergeschoss untergebracht ist.

Staubschutzwände aus Rigips

Das ist nicht zu übersehen und zu überhören: Staubschutzwände aus Rigips trennen die Bauarbeiten von anderen Räumen ab, und Decken- und Wanddurchbrüche sind nicht geräuschlos durchzuführen. Das alles findet bei laufendem Betrieb statt. „Wir bitten alle Mitarbeiter und Gäste um Verständnis für die Unannehmlichkeiten“, sagt Bernd Bothmer, Fachbereichsleiter Bauen.

Brandschutzbestimmungen verschärft

Bei einem Ortstermin vor rund einem Jahr mit Fachleuten der Baugenehmigungsbehörde, dem Landkreis Peine, wurde ein Problem festgestellt: In dem Gebäude aus den 1970er Jahren fehlte bisher ein Rettungsweg. In der Zwischenzeit hat sich das Brandschutzrecht verändert. „Wenn das Gebäude angefasst wird, müssen die neuen Sicherheitsvorkehrungen erfüllt werden“, machte Bürgermeister Lutz Erwig seinerzeit gegenüber der PAZ deutlich.

Erhebliche Kosten

Für die Gemeinde bedeutet das erhebliche Kosten. Für den Aufzug hatte man zunächst mit etwa 60 000 Euro gerechnet. Die Gesamtmaßnahme wird nun laut Bothmer mit rund 180 000 Euro zu Buche schlagen.

Für die Herstellung des Rettungsweges wurden mehrere Varianten geprüft, wobei sich die Zuwegung über das Untergeschoss, den Nebeneingang „Hohe Straße“ als zweckmäßigste und wirtschaftlichste Variante herausgestellt hat. Deshalb soll nun auch der Fahrstuhl über alle drei Geschosse zugänglich sein und bis in den Keller hinunter reichen. Zudem müssen mehrere Brandschutztüren eingebaut und weitere Umbauarbeiten im Rathaus durchgeführt werden.

Von Kerstin Wosnitza