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Hohenhameln Erweiterung der Schredder-Anlage: BI hat große Bedenken
Kreis Peine Hohenhameln Erweiterung der Schredder-Anlage: BI hat große Bedenken
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10:56 04.09.2019
Die PEG lässt in Stedum-Bekum Altholz aufbereiten. Quelle: PEG
Stedum-Bekum

Die Peiner Entsorgungsgesellschaft (PEG) möchte ihre Anlagen zur Altholzaufarbeitung und Abfalllagerung in Stedum-Bekum erweitern. Dazu gehören eine mobile Schredder-Anlage zur Altholz-Aufbereitung sowie die Erhöhung der Lagerkapazität für gefährliche und nicht-gefährliche Abfälle. In Betrieb genommen werden soll die geänderte Anlage im November. Bei der kürzlich stattgefundenen Erörterung der PEG hat die Bürgerinitiative (BI) für Umweltschutz in der Gemeinde Hohenhameln große Bedenken geäußert.

Die BI befürchtet, dass nur ein kleiner Teil des in Stedum-Bekum angelieferten Holzes unbehandelt ist und recycelt werden kann. Marcus Frerich, Prokurist der PEG, erklärt: „100 Prozent des angelieferten Holzes werden verwertet, rund 70 davon sind unbelastet. Dieser Teil wird recycelt.“ Der aus belastetem Holz bestehende Rest werde zur Energiegewinnung genutzt, was aber nicht vor Ort geschehe, sondern in entsprechenden Kraftwerken.

Zulässige Feinstaub- und Lärmwerte nicht überschritten

Während des Schredderns würde Feinstaub freigesetzt, der kilometerweit driften und beim Einatmen schwere gesundheitliche Schäden verursachen könne, so die Bedenken der BI. „Aus diesem Grund fordern wir umfangreiche Schutzmaßnahmen wie über mehrere Monate vorzunehmende Schadstoffmessungen im Vorfeld, die eine Einhaltung der Grenzwerte sicherstellen sollten, sowie deren Veröffentlichung“, so Marianne Kauers-Theunert und Hartmut Braun vom BI-Vorstand.

Sie regen an, unbehandeltes Holz in einem zu drei Seiten geschlossenen Bereich zu schreddern und die Überreste anschließend geschützt zu lagern. Zudem sollte der Staub nach jedem Schreddern abgesaugt werden.

Die Werte würden nicht überschritten, wie Frerich betont: „Der TÜV hat bei uns Messungen vorgenommen, und wir liegen deutlich unter den vorgeschriebenen Maximalwerten. Trotzdem führen wir darüber hinaus noch Maßnahmen zur Staubminderung durch.“

Ein entsprechendes Protokoll soll den Beschwerdeführern der BI vom Gewerbeaufsichtsamt zugesandt werden, so Frerich. Auch habe es unabhängige Lärmmessungen gegeben, bei denen keine Grenzwerte überschritten worden seien.

Betrieb von 6 bis 22 Uhr

Weiterhin schlug die BI vor, das Schreddern nur montags bis freitags von 6 bis 22 Uhr zu erlauben. Frerich erklärt dazu: „Der neue mobile Schredder soll tatsächlich nur von 6 bis 22 Uhr in Betrieb sein, das ist so beantragt. Der stationäre Schredder darf auch nachts laufen, doch unser Ziel ist es, durch den Einsatz eines zweiten Schredders Nachtschichten komplett zu vermeiden.“

Das geschredderte Material werde jetzt schon in Boxen gelagert: „Wir haben schließlich Interesse daran, dass das Holz trocken bleibt“, erklärt der Prokurist.

Von Dennis Nobbe

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