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Hohenhameln Diba Entsorgungsgesellschaft will Presse für künstliche Mineralfasern aufstellen
Kreis Peine Hohenhameln Diba Entsorgungsgesellschaft will Presse für künstliche Mineralfasern aufstellen
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16:00 04.05.2019
Künstliche Mineralfasern wie Steinwolle werden gern zur Dämmung verbaut. Bei der Entsorgung gelten sie als gefährlicher Abfall. Quelle: Archiv
Mehrum

Die Entsorgungsfirma Diba möchte auf ihrem Gelände in Mehrum eine Anlage zur Verpressung von künstlichen Mineralfasern aufstellen und betreiben. Sie soll im vierten Quartal dieses Jahres in Betrieb gehen. Ein entsprechender Antrag wurde beim zuständigen Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig gestellt. Im Zuge des Genehmigungsverfahrens wird der Antrag öffentlich bekannt gemacht.

Antrag liegt ab 8. Mai öffentlich aus

Der Antrag einschließlich der dazu eingereichten Unterlagen wie Zeichnungen und Erläuterungen kann vom 8. Mai bis zum 7. Juni im Rathaus der Gemeinde Hohenhameln und beim Gewerbeaufsichtsamt in Braunschweig jeweils zu den üblichen Geschäftszeiten eingesehen werden. Einwendungen gegen das Vorhaben können bis einen Monat nach der Auslegungsfrist, also bis zum 7. Juli, erhoben werden.

Die Diba möchte auf dem Gelände in Mehrum künftig künstliche Mineralfasern zu festen Blöcken pressen, damit sie besser auf Deponien entsorgt werden können. Dazu muss zum einen die Aufstellung und der Betrieb einer speziellen Anlage genehmigt und zum anderem die Lagermenge für künstliche Mineralfasern deutlich erhöht werden – von derzeit fünf auf 200 Tonnen. Insgesamt erhöht sich damit die Gesamtlagermenge von gefährlichen Abfällen von 48 auf 253 Tonnen.

Künstliche Mineralfasern sind gefährliche Abfälle

„Künstliche Mineralfasern wie Stein- oder Glaswolle, die gern zum Dämmen genutzt werden, und auch Asbest gelten als gefährliche Abfälle, für die bei der Entsorgung besondere Bestimmungen gelten“, erklärt der Geschäftsführer der Diba, Hans-Jörg Weiß. Wenn sie aber bei Abrissen oder Sanierungen von Gebäuden entfernt werden, gelten sie als gefährliche Abfälle. Sie dürfen nur von zertifizierten Fachfirmen ausgebaut und entsorgt werden. In der Regel würden sie in fest verschlossenen so genannten Big Bags – also sehr großen Säcken – verstaut.

„Bei den Deponien sind diese Säcke sehr unbeliebt, viele nehmen sie gar nicht an. Die Säcke haben viel Volumen und geben nach. Man kann sich das fast wie ein Federbett vorstellen“, sagt Weiß. Mit der neuen Anlage auf dem Diba-Gelände sollen die Mineralfasern in kompakte Würfel gepresst werden, die sich auf den Deponien quasi wie Bausteine stapeln lassen.

Transportkapazität sparen

Daraus ergeben sich laut Weiß mehrere Vorteile: Die Würfel brauchen weniger Platz auf den Lkw, darüber hinaus sind näher gelegene Deponien bereit, sie anzunehmen. So wird in doppelter Hinsicht Transportkapazität gespart. Und natürlich brauchen diese kompakten Einheiten auch auf der Deponie weniger Platz.

Bei der beantragten Verpressungs-Anlage handelt es sich laut Weiß um ein mobiles Gerät, das in bestimmten Zeitabständen eingesetzt wird. Es ist komplett eingehaust, das verpresste Material wird fest verpackt und die austretende Luft wird über Filter gereinigt.

Von Kerstin Wosnitza

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