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Hohenhameln Bürgerinitiative fordert Lufthygiene-Messstation für Hohenhameln
Kreis Peine Hohenhameln Bürgerinitiative fordert Lufthygiene-Messstation für Hohenhameln
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15:32 11.10.2019
Eine lufthygienische Messstation wie diese in Hannover wünscht sich die Bürgerinitiative für Hohenhameln. Quelle: picture alliance/dpa
Stedum-Bekum

Die Bürgerinitiative (BI) für Umweltschutz in der Gemeinde Hohenhameln regt an, eine lufthygienische Messstation zu errichten, um die gesamte Luftschadstoff-Belastung in der Gemeinde zu erfassen. Anlass ist die geplante Erweiterung der Anlage zur Altholz-Aufarbeitung und Abfallentsorgung der Peiner Entsorgungsgesellschaft (PEG) in Stedum-Bekum. Bereits im kommenden Monat soll die Anlage, die einen mobilen Altholz-Schredder umfasst, in Betrieb gehen.

BI befürchtet Gesundheitsgefährdung

Beim Schreddern würden die zulässigen Feinstaub-Werte laut TÜV-Messungen nicht überschritten, wie die PEG erklärt hat. Die BI befürchtet dennoch, dass Feinstaub auch in Mengen, die unter den Grenzwerten liegen, noch gesundheitsschädlich sein könnte. Eine lufthygienische Messstation soll die gesamten Feinstaub-Werte der Gemeinde erfassen, also nicht nur die der PEG-Anlage. So gebe es im Gebiet Hohenhameln noch weitere größere Unternehmen, bei denen Feinstaub-Emissionen anfallen.

„Neben der PEG sind es das Kraftwerk sowie das Kompostwerk in Mehrum, die Zuckerfabrik Clauen, ein Bauschutt bearbeitender Betrieb in Equord und die Entsorgungsgesellschaft, die ihre Anlage zur Erweiterung und Behandlung von Abfällen im Industriegebiet Mehrum erweitern möchte“, so die stellvertretende BI-Vorsitzende Marianne Kauers-Theunert. Auch der Verkehr würden bei der Feinstaub-Bildung eine Rolle spielen.

Die PEG lässt in Stedum-Bekum Altholz aufarbeiten. Quelle: peg

Vorhandene Messstationen arbeiten flächendeckend

Die sogenannten Luftgüte-Messstationen werden vom Land Niedersachsen betrieben, die Betreuung übernimmt das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Hildesheim. Im gesamten Bundesland gibt es 28 solcher Stationen – unter anderem in Hannover, Hildesheim und Braunschweig, wie Antje Kassens vom Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig erklärt.

„Die Überwachung der Luftqualität in Niedersachsen erfolgt nach festen Vorgaben hinsichtlich Art, Umfang und Qualität in Übereinstimmung mit den europaweiten gesetzlichen Vorschriften“, so Kassens. So gebe es auch klare gesetzliche Vorgaben: Ein Grundprinzip sei, dass die Messungen an dem Ort mit der höchsten Belastung vorgenommen werden müssen. Die Beurteilung der Luftqualität unterscheide sich nach Ballungsräumen, den Beurteilungsgebieten Niedersachsen Nord, Mitte und Süd sowie nach Ökosystemen wie Nationalparks.

„Da das vorhandene Messstellen-Netz bereits seit längerem besteht, erlaubt dies auch eine Beobachtung über einen längeren Zeitraum“, sagt Kassens. Zudem entspreche das System den aktuellen Vorschriften und sei flächendeckend. Ob und wo weitere Messstationen errichtet werden, obliege unter Berücksichtigung der EU-Vorschriften dem Niedersächsischen Umweltministerium.

Keine neuen Erkenntnisse durch weitere Station zu erwarten

Allerdings seien durch eine Messstation in Hohenhameln keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, wie Lotta Cordes, Sprecherin des Niedersächsischen Umweltministeriums, auf PAZ-Nachfrage mitteilt. „In Salzgitter gibt es eine weitere Station, die speziell industrienah eingerichtet wurde, um auch eine Beurteilung für Industriegebiete vornehmen zu können“, erklärt sie. „In Hohenhameln ist es aus fachlicher Sicht nicht erforderlich, eine zusätzliche Station aufzustellen.“

Von Dennis Nobbe

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