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Hohenhameln Bürgerinitiative: Kuhteich soll als Löschwasser-Reservoir dienen
Kreis Peine Hohenhameln Bürgerinitiative: Kuhteich soll als Löschwasser-Reservoir dienen
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18:07 06.09.2019
Soll als Biotop erhalten bleiben: Der Kuhteich in Equord. Quelle: Archiv
Equord

Für den Erhalt des Kuhteichs in Equord spricht sich die Bürgerinitiative (BI) für Umweltschutz in der Gemeinde Hohenhameln aus. Die Idee: Das Gewässer könnte als Löschwasser-Reservoir dienen. Auch die Gemeinde ist für den Erhalt, stellt jedoch aus diversen Gründen keine mögliche Umnutzung in Aussicht.

„Teiche sind Kohlendioxid-Speicher und wirken sich ausgleichend auf Temperatur sowie Luftfeuchtigkeit im Umfeld aus. Gerade jetzt angesichts des immer deutlicher werdenden Klimawandels ist auch die Gemeinde Hohenhameln gefordert, mehr für den Klimaschutz zu tun“, heißt es in einem Schreiben der BI an Hohenhamelns Bürgermeister Lutz Erwig (SPD).

Die Gemeinde sei grundsätzlich für den Erhalt des Kuhteichs als Biotop, betont Frank Meißner, Stellvertreter des Bürgermeisters. Jedoch liege dies nicht in den Händen der Verwaltung, da der Teich in Privatbesitz ist. Der Eigentümer habe Verkaufsabsichten, dies sei der Gemeinde bekannt.

Unterhalt von Löschwasserteichen ist aufwendig

Eine Umfunktionierung zum Löschwasserteich käme sowieso nicht infrage: „Ein solcher ist im Unterhalt sehr aufwendig, zum Beispiel müssen Schlamm und Pflanzenwuchs regelmäßig beseitigt werden“, sagt Meißner. Daher sei die Gemeinde schon vor längerer Zeit dazu übergegangen, alle Löschwasserteiche durch Zisternen zu ersetzen.

Die BI spricht von Kosten in Höhe von 134 000 Euro allein für den Einbau einer Löschwasser-Zisterne. „Woher diese Zahl kommen soll, ist uns allerdings ein Rätsel. Die Summe ist viel zu hoch“, so Meißner. Als Beispiel nennt er die 2016 an der Maistraße in Stedum-Bekum errichtete Zisterne: „Hier lagen die gesamten Kosten bei rund 50 000 Euro.“ Lediglich 22 000 Euro habe die 2010 in der Ortschaft Hohenhameln errichtete Zisterne gekostet – heute seien die Preise aber durchaus höher, erklärt Meißner.

Zisterne soll Kuhteich nicht ersetzen

Er betont zudem, dass eine neue Zisterne keineswegs das Ende des Kuhteichs in Equord bedeute, wie es im Schreiben der Bürgerinitiative den Eindruck erwecken könnte – das Gewässer solle weiterhin bestehen bleiben, nur eben nicht als Löschwasser-Reservoir dienen.

Immer wieder im Fokus steht der Kuhteichseit dem Brand bei der Peiner Entsorgungsgesellschaft (PEG) in Stedum-Bekum im Jahr 2013. Drei Tage dauerte es, bis die Feuerwehr die letzten Brandnester gelöscht hatte. Dabei floss verschmutztes Löschwasser in den Kuhteich, der daraufhin „umkippte“ – Tausende Fische starben in der Folge.

Von Dennis Nobbe

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