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Hohenhameln Brot für Sonja: 3300 Euro Spende für Brandopfer aus Stedum-Bekum
Kreis Peine Hohenhameln Brot für Sonja: 3300 Euro Spende für Brandopfer aus Stedum-Bekum
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18:47 09.04.2019
Spendenaktion der Bäckerei Seidel: Geschäftsführer Andreas Höver , Mitarbeiterin Karin Grobe, Verkaufsleiterin Nadine Jäkel, Geschäftsführer Lutz Seidel, Brandopfer Sonja und Verkaufsleiterin Mona Verbarg bei der Scheckübergabe (v.l.n.r.). Quelle: Kathrin Bolte
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Stedum-Bekum/Peine

Im Februar stellte ein Großbrand eine neunköpfige Familie vor den finanziellen Ruin. Bei dem Brand eines Wohnhauses samt Nebengebäude verlor die Familie alles. Betroffen war die Familie einer Mitarbeiterin der Bäckerei Seidel, und so dachte sich das Team: Wir backen ein Brot für Sonja und sammeln Spenden. 3300 Euro konnten am Dienstag der sichtlich bewegten Sonja übergeben werden. Ein sehr emotionaler Moment für die gesundheitlich sehr angeschlagene Frau.

1 Euro pro Brot gespendet

„Es ist supertoll, was meine Chefs und Kollegen da auf die Beine gestellt haben. Ich weiß nicht, welcher Chef das in dieser Form noch gemacht hätte“, sagte sie. Im gesamten März wurde in allen Seidel-Filialen unter dem Titel „Brot für Sonja“ ein leckeres Krustenbrot angeboten. Pro Brot wurde ein Euro für Sonjas Familie gespendet. „Zudem haben wir Spendendosen aufgestellt und Flyer mit der Bankverbindung des Spendenkontos bei der Gemeinde Hohenhameln ausgelegt“, erläutert Geschäftsführer Andreas Höver.

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Brot ins Sortiment aufgenommen

Der Einsatz war erfolgreich: 3330 Euro sind auf diesem Wege zusammen gekommen. Und da das Brot so gut angekommen ist, „werden wir es zukünftig als Bauernkruste fest ins Sortiment aufnehmen“, verriet Höver.

Rückblick: Das geschah im Februar in Stedum-Bekum

Rückblick: Am 23. Februar brach in Stedum-Bekum ein Großfeuer aus, das ein Wohnhaus samt Nebengebäude vernichtete. Dabei entstand ein Sachschaden in Höhe von 450 000 Euro, teilte Polizeisprecherin Stephanie Schmidt damals mit. Um die größte Not der Familie zu lindern, hat die Gemeinde Hohenhameln ein Spendenkonto eingerichtet: IBAN DE 34 2595 0130 0056 2912 16, Verwendungszweck Voß.

Dass bei der Tragödie keine Menschen zu Schaden kamen, war auch dem beherzten Einschreiten eines Nachbarn zu verdanken: Er bemerkte Flammen im Dachbereich und sorgte dafür, dass vier Personen das Haus rechtzeitig verlassen konnten, die sich darin aufhielten, als das Feuer ausbrach. Nicht nur die Spendenbereitschaft war groß, auch die Soforthilfen im Ort linderten den ersten Schmerz über die Verluste. Nachbarn boten der Familie an, erst einmal in deren Gästewohnungen unterzukommen. Auch Sachspenden wie Kleidung habe es sofort gegeben.

Von Kathrin Bolte

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