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Hohenhameln Auto setzte nach Unfall selbstständig einen Notruf ab
Kreis Peine Hohenhameln Auto setzte nach Unfall selbstständig einen Notruf ab
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19:51 26.02.2019
Der Twingo wurde erheblich beschädigt, die Fahrerin schwer verletzt. Quelle: Feuerwehr Hohenhameln
Sossmar

Zum ersten Mal erlebten jetzt Hohenhamelner Feuerwehrkameraden eine Alarmierung auf Grundlage der Technik „eCall“. Fahrzeuge, die damit ausgestattet sind, senden im Falle eines Unfalls umgehend selbstständig einen Notruf (siehe unten).

33-Jährige schwer verletzt

Am Dienstagnachmittag, 26. Februar, wurden die Ortswehren Soßmar und Hohenhameln zu einem Verkehrsunfall nach Soßmar gerufen. Nach Angabe des Sprechers der Gemeindefeuerwehren Hohenhameln, Sebastian Haupt, hatte ein Mercedes-Fahrer aus dem Kreis Hildesheim aus Richtung Bierbergen kommend im Kreuzungsbereich den vorfahrtberechtigten Renault Twingo einer 33-jährigen Frau, ebenfalls aus dem Kreis Hildesheim, übersehen.

Heftiger Zusammenstoß

Es sei zu einem heftigen Zusammenstoß gekommen. Da der Mercedes mit der „eCall“-Technik ausgestattet ist, setzte das Fahrzeug umgehend einen Notruf ab. Auf den Funkmeldeempfängern der Feuerwehrleute sei auf die Art der Alarmierung hingewiesen worden. Allerdings hätten die Kameraden zunächst über den Hintergrund dieser ungewohnten Information gerätselt, sagte Haupt.

Feuerwehr: „Gute Sache!“

Sie befragten den Mercedes-Fahrer über das System. Dieser reagierte allerdings verdutzt, da er selbst nicht wusste, dass das Fahrzeug damit ausgestattet ist. „Die Kameraden sind aber schnell zu dem Schluss gekommen, dass sie diese neue Technik, die sich hier bewährt hat, gut und sinnvoll finden“, sagt Haupt abschließend.

Die Twingo-Fahrerin war bei dem Unfall schwer verletzt worden. Ihre Betreuung hatte der ebenfalls alarmierte Rettungsdienst übernommen.

So funktioniert „eCall“

„eCall“ ist die Kurzform für „emergency call“, die englische Bezeichnung für Notruf. Es handelt sich laut Wikipedia um ein von der Europäischen Union vorgeschriebenes automatisches Notrufsystem für Kraftfahrzeuge, das die Hersteller ab dem 31. März 2018 in alle neuen Modelle von Pkw und leichten Nutzfahrzeuge einbauen müssen. Die Geräte sollen einen Verkehrsunfall automatisch an die europaweit einheitliche Notrufnummer 112 melden und durch die rascher initiierten Rettungsmaßnahmen die Zahl der Verkehrstoten senken.

Bei einem Unfall wird per Notruf (eCall) ein Minimaldatensatz direkt an eine Notrufzentrale absetzt und gleichzeitig eine Sprachverbindung für den Fall aufbaut, dass ein Insasse des Unfallautos noch sprechen kann. eCall ist automatisch und manuell auslösbar. An einem Knopf im Auto könnten auch Zeugen eines schweren Unfalls den Notruf auslösen.

Von Kerstin Wosnitza

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