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Hohenhameln Abschied von der „Wasserkuh“
Kreis Peine Hohenhameln Abschied von der „Wasserkuh“
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07:00 30.07.2019
Ortsbrandmeisterin Jessika Lahn nimmt das neue Fahrzeug in Empfang. Quelle: Tobias Paschwitz
Mehrum

Ein neues großes Tanklöschfahrzeug (TLF) hat die Ortsfeuerwehr Mehrum erhalten. Zur offiziellen Übergabe hatte Ortsbrandmeisterin Jessika Lahn am Samstag eingeladen. „Die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Mehrum gehen heute mit einem lachenden und einem weinenden Auge in diese Fahrzeugübergabe“, sagte die Ortsbrandmeisterin vor dem Hintergrund, dass das zu ersetzende TLF immerhin 33 Jahre im Dienst war.

Einige Kameraden verbinden viele Erinnerungen mit ihrer „Wasserkuh“, wie das Fahrzeug laut dem stellvertretenden Pressesprecher der Hohenhamelner Feuerwehr, Tobias Paschwitz, liebevoll genannt wird. „Die gute alte ,Wasserkuh’ hat mich während meiner ganzen Dienstzeit bei der Feuerwehr begleitet, und bald gehe auch ich in meinen Feuerwehr-Ruhestand“, zitierte Paschwitz einen Kameraden.

Das alte (l.) und das neue Fahrzeug. Quelle: Tobias Paschwitz

Trotz der guten Pflege durch die Gerätewarte habe die „Wasserkuh“ mittlerweile bei einige Einsätzen gekränkelt, erinnerte Lahn. Da nun auch die Versorgung mit Ersatzteilen immer schwieriger wurde, entschied man sich, das Fahrzeug zu ersetzen. Das wurde von langer Hand geplant und vorbereitet. „Bereits 2015 waren Mehrumer Kameraden zur Messe ,Interschutz’ gefahren, um erste Infos und Anregungen zu sammeln“, erklärte der stellvertretende Ortsbrandmeister Olliver Sander.

290 PS und 16 Tonnen Gesamtmasse

Nun wurde das bei der Firma Ziegler gebaute nagelneue Tanklöschfahrzeug TLF 3000 auf einem MAN-Fahrgestell mit 290 PS und einer Gesamtmasse von 16 Tonnen übergeben. „Das teilautomatisierte Getriebe soll die Maschinisten im Einsatz unterstützen“, so Sander. Zudem verfüge das Fahrzeug über eine Kabine für eine Staffelbesatzung, einen 3000-Liter-Wassertank und 120 Liter Schaummittel in Kanistern sowie eine umfangreiche feuerwehrtechnische Beladung. Dazu gehöre unter anderem ein großer Stromerzeuger und ein auf dem Dach platzierter, abnehmbarer Wasserwerfer.

Das neue TLF ist gut ausgestattet. Quelle: Tobias Paschwitz

„Dank der Unterstützung durch den Förderverein der Feuerwehr Mehrum verfügt das Fahrzeug auch über eine Rückfahrkamera, einen Klapptisch im Mannschaftsraum und eine standesgemäße Beklebung“, zählte Paschwitz auf. Die Firma Raiffeisen in Mehrum habe mit einer großzügigen Spende für weitere Ausstattungsdetails, darunter eine Einmann-Schlauchhaspel, gesorgt. Eine Haspel wird zum schnellen Verlegen von Schläuchen genutzt – vergleichbar mit einer Kabeltrommel für Stromkabel. Diese ermögliche es, dass nur ein Kamerad bis zu sieben B-Schläuche innerhalb kürzester Zeit verlegen könne, um anschließend noch das ebenfalls auf der Haspel angebrachte Standrohr zur Wasserversorgung zu setzen.

Zu Übergabe gekommen waren der Bürgermeister in Hohenhameln, Lutz Erwig (SPD), und der Fachdienstleiter Ordnung, Reiner Wolters, die den Dank der Ortsbrandmeisterin an die Gemeinde für die weitsichtige Unterstützung der Wehr entgegen nahmen. Weitere Gäste waren Kreisbrandmeister Rüdiger Ernst, dessen Vertreter Andreas Runge und der neu gewählte Gemeindebrandmeister Hans-Wilhelm Beimes.

Bei der Übergabe (v.l.): Olliver Sander, Jessika Lahn, Lutz Erwig, Werner Bähr, Reiner Wolters, Markus Kulick (Firma Ziegler) und Hans-Wilhelm Beimes. Quelle: Tobias Paschwitz

Werner Bähr, Ehrenmitglied der Wehr, segnete als letzte Amtshandlung während seiner aktiven Zeit als Pastor das neue Feuerwehrfahrzeug, denn der Geistliche geht nach jahrelangem Dienst auch in den verdienten Ruhestand (PAZ berichtete).

Von Kerstin Wosnitza

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