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Edemissen Zwischen Oelerse und Sieverhausen werden Bäume gefällt – und nicht ersetzt
Kreis Peine Edemissen Zwischen Oelerse und Sieverhausen werden Bäume gefällt – und nicht ersetzt
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19:00 10.11.2019
Die Bäume werden an der L 387 zwischen Sievershausen und Oelerse gefällt. Quelle: Anette Wulf-Dettmer
Oelerse

An der Landesstraße 387 zwischen Oelerse und Sievershausen werden zurzeit mehrere Bäume gefällt. Bisher hatte die Straße in den Sommermonaten, wenn die Bäume belaubt sind, einen schönen Alleen-Charakter, der nun aber verloren ist. Was ist mit den Fällungen auf sich hat, hat die PAZ bei der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Wolfenbüttel nachgefragt.

Sechs Bäume gefällt

„Es ist richtig, dass dort Baumarbeiten durchgeführt werden. Insgesamt wurden sechs Bäume entfernt, die bei routinemäßigen Kontrollen auffielen, weil sie schadhaft sind“, sagt Michael Peuke, stellvertretender Leiter der Landesbehörde. Die Pflanzen weisen demnach Sturmschäden auf, haben hohle Stämme oder Astausbrüche, die zum dauerhaften Verlust der Standsicherheit führen.

Ein Ersatz an diesem Standort sei vorerst nicht vorgesehen. „Die Bewertung von Bäumen am Straßenrand hat sich in den vergangenen Jahre stark geändert. Das Phänomen der Baumunfälle ist derzeit ein aktuelles Thema und stark in den Fokus gerückt. Bäume entlang von Straßen können Hindernisse sein, die schwere Unfallfolgen bis hin zum Tod verursachen, wenn ein Auto – aus welchem Grund auch immer – von der Fahrbahn abkommt“, erklärt Peuke. Die Tendenz gehe im Moment dahin, keine neuen Bäume zu pflanzen, um keine neuen Hindernisse zu schaffen.

Baumunfälle vermeiden

Zurzeit müsse bei Neupflanzungen ein Abstand von 7,50 Meter von der Straße eingehalten werden. Das entsprechende Gelände sei häufig schon nicht mehr im öffentlichen Bereich, sondern befinde sich – zum Beispiel als Ackerfläche – in Privatbesitz. Nach Möglichkeit würden aber auf Ausgleichsflächen neue Bäume gepflanzt. Diese Flächen befinden sich aber in der Regel nicht entlang von Straßen.

519 Verkehrstote durch Kollisionen mit Bäumen

Mit 519 Verkehrstoten waren Baumunfälle 2018 die häufigste Einzelursache von tödlichen Verkehrsunfällen in Deutschland, teilt die Unfallforschung der Versicherer (UDV) mit. In Niedersachsen starben 25 Prozent der bei Verkehrsunfällen Getöteten durch Kollisionen mit Bäumen. Um Abhilfe zu schaffen, fordert die UDV maximal Tempo 80 in Alleen zuzulassen und die Geschwindigkeit insbesondere an Unfallschwerpunkten gezielt zu überwachen. Zudem sollten zumindest an Unfallschwerpunkten Schutzplanken installiert werden. Dort wo es keine Schutzplanken gibt, sollte auf das Nach- oder Neupflanzen von Bäumen verzichtet werden.

Ähnlich äußert sich auch die Deutsche Verkehrswacht. Dort geht man davon aus, dass bei einem vollständigen Verzicht von ungeschützten Bäumen am Fahrbahnrand jährlich in Deutschland mindestens 250 Menschen Unfälle auf Landstraßen überleben könnten.

Von Kerstin Wosnitza

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