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Edemissen Zugschlitten war verbrannt: Treckertreff stand auf Messers Schneide
Kreis Peine Edemissen Zugschlitten war verbrannt: Treckertreff stand auf Messers Schneide
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00:20 27.04.2019
Der Zugschlitten (rot) vor dem Brand und der Rundum-Erneuerung. Quelle: Archiv
Eddesse

Ob der für das kommende Wochenende geplante Treckertreff des Motorsportclubs (MSC) Eddesse stattfinden kann, stand lange nicht fest: Bei einem Großbrand im vergangenen Jahr war unter anderem der Zugschlitten verbrannt. Doch den Treckerfreunden ist es gelungen, das Herzstück der beliebten Veranstaltung rechtzeitig wieder flott zu machen.

34 Jahre alter Eigenbau

Das war ein Schock: Im Mai des vergangenen Jahres brannte der Bauernhof in Eltze komplett ab, auf dem der MSC bei einem Vereinsmitglied sein Material gelagert hatte – darunter auch den Zugschlitten. „Es handelt sich um einen 34 Jahre alten Eigenbau, den man nicht mal eben ersetzen kann“, macht Henning Köhler, Vorsitzender des MSC, deutlich. Das Gerät sei seinerzeit aus einer Bierlaune heraus zusammengebaut worden, Zeichnungen oder Pläne dazu gab es nicht.

Unter Hitze gelitten

Zwar sei der Schlitten aufgrund seiner massiven Beschaffenheit nicht vollständig zerstört worden, habe aber sehr gelitten. Dennoch wurde er geborgen, und es wurde ausprobiert, ob sich an dem Gerät überhaupt noch etwas bewegt und ob sich noch etwas retten ließ oder ob möglicherweise ein Neubau erforderlich ist. Erfreulicherweise habe die gesamte Mechanik noch irgendwie funktioniert und sich – quietschend und hakelig zwar, aber immerhin – in Bewegung setzen lassen.

Der verbrannte Zugschlitten in der Ruine der Scheune, in der er abgestellt war. Quelle: MSC Eddesse

„Durch die Hitze waren aber unter anderem die Lager, das Zugseil und die Gelenkwellen beschädigt“, sagt Köhler. Dennoch habe man sich entschlossen, den Zugschlitten zu reparieren und dabei auch gleich einer gründlichen Modernisierung der Technik zu unterziehen. Unter anderem wurde die alte Zugseil-Mechanik durch einen robusteren Kettenantrieb ersetzt. Zuletzt wurde das Gerät gesandstrahlt und lackiert.

Zeitliche und finanzielle Herausforderung

So ist es mit großem zeitlichen und finanziellen Einsatz tatsächlich gelungen, den Zugschlitten rechtzeitig wieder instand zu setzen, so dass der Treckertreff wie geplant am kommenden Wochenende stattfinden kann. „Nun hoffen wir, dass das Gerät wie gewohnt funktioniert. Natürlich haben wir etliche Probezüge durchgeführt, aber unter realen Bedingungen ist es dann doch etwas anderes“, sagt Köhler.

Zugschlitten wird auch verliehen

Die Eddesser Motorsportfreunde sind nicht die einzigen, die gespannt darauf sind, ob das Unikat wieder hundertprozentig hergestellt ist: Mehrere befreundete Vereine veranstalten ähnliche Treffen wie den Treckertreff in Eddesse und leihen sich dafür jeweils den Zugschlitten. „Wir konnten bislang nicht garantieren, dass er zur Verfügung steht. Sicher wissen wir das wohl erst am Sonntagabend, wenn – hoffentlich – alles geklappt hat“, erklärt Köhler.

Der Großbrand in Eltze

Am 17. Mai des vergangenen Jahres brannte der 1826 errichtete sogenannte Bussen-Hoff an der Ecke Peiner Straße/Kötnerstraße in Eltze nieder, auf dem der MSC Eddesse seine Gerätschaften untergestellt hatte (siehe Haupttext). Menschen wurden zum Glück nicht verletzt. Gegen 15 Uhr war im Wohngebäude das Feuer ausgebrochen. Als die Feuerwehr eintraf, stand das Wohnhaus des ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens bereits lichterloh in Flammen. 70 Feuerwehrleute von sieben Ortswehren – darunter der Drehleiterzug aus Burgdorf – kämpften fieberhaft gegen die lodernden Flammen. Die Hitzeentwicklung war zeitweise so groß, dass sich der Brand auf Nachbargebäude auszudehnen drohte. Am frühen Abend bekam die Feuerwehr den Brand weitgehend unter Kontrolle, Einsatzende war erst gegen 1.30 Uhr. Die Gebäude auf dem Grundstück wurden weitgehend zerstört. Der Schaden wurde auf rund eine Million Euro beziffert. In dem Fachwerkhaus lebte ein älteres Ehepaar und dessen Sohn. Der Ehemann hatte den Brand bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Er und seine Frau konnten das Haus rechtzeitig verlassen. Der Sohn befand sich bei der Arbeit. Abschließend feststellen ließ sich die Brandursache nicht.

Von Kerstin Wosnitza

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