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Edemissen Unfallübung für Edemisser und Peiner Feuerwehren – Kritik an Gaffern
Kreis Peine Edemissen Unfallübung für Edemisser und Peiner Feuerwehren – Kritik an Gaffern
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00:18 21.04.2019
Unter anderem mussten die Kameraden Personen aus einem auf der Seite liegenden Pkw befreien. Quelle: Feuerwehr
Abbensen

Die Feuerwehren Abbensen, Eixe und Vöhrum sowie zwei Rettungswagen wurden kürzlich zu einer Verkehrsunfall-Übung auf der K 3 zwischen Eixe und Abbensen alarmiert. Ein Fahrzeug war im Straßengraben zum Stehen gekommen, das zweite lag auf einem angrenzenden Feldweg auf der Seite.

Vier Menschen eingeklemmt

Vor Ort übernahm Stefan Ebert aus Eixe die Einsatzleitung und erkundete die Lage. Es stellte sich heraus, dass in beiden Fahrzeugen je zwei Personen eingeklemmt und zum Teil schwer verletzt waren. Eine weitere Person wurde aus einem der Fahrzeuge geschleudert, für sie kam jede Hilfe zu spät. Des Weiteren waren auslaufende Betriebsstoffe in Brand geraten und gefährdeten die Eingeklemmten stark, das Feuer wurde von den Kameraden sofort gelöscht.

Der Rettungsdienst übernahm die medizinische Versorgung der „Verletzten“ in dem im Graben stehenden, stark deformierten Fahrzeug, bis diese durch die Feuerwehren mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden konnten. Das auf der Seite liegende Fahrzeug wurde gegen mögliches Umkippen gesichert. Anschließend wurden die Insassen durch den Kofferraum und nach Herausnehmen der Frontscheibe auch durch die vordere Öffnung gerettet und dem Rettungsdienst zur sofortigen Behandlung übergeben.

Übung war ein Erfolg

Nach circa einer Stunde war die realistisch dargestellte Einsatzübung erfolgreich beendet. Die Rettungswagen waren mit Auszubildenden besetzt, denen erfahrene Kollegen für Fragen und auch zur kritischen Beurteilung zur Seite standen, um so einen möglichst großen Lerneffekt zu erzielen.

Die „Verletzten“, die von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehren Berkum und Groß Schwülper verkörpert wurden, hatte eine Kameradin zwecks realistischer Unfalldarstellung vor Beginn aufwendig geschminkt.

Kritik an Schaulustigen

„Noch vor der Alarmierung der Einsatzkräfte verringerten einige vorbeifahrende Passanten die Geschwindigkeit ihrer Fahrzeuge, doch statt zu hinterfragen, ob Hilfe benötigt werden würde, wurden die Smartphones hervorgeholt, um die Situation festzuhalten“, kritisierte Eileen Selle, Feuerwehr-Sprecherin der Gemeinde Edemissen. „Wer ernsthaftes Interesse an der Arbeit der freiwilligen Feuerwehren hat, ist sicherlich gern bei der Wehr im eigenen Wohnort gesehen.“

Von Dennis Nobbe

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