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Edemissen Der Traum vom Dorfladen ist geplatzt
Kreis Peine Edemissen Der Traum vom Dorfladen ist geplatzt
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06:01 31.01.2019
Vorerst wird kein neues Leben in die Räume der ehemaligen Gaststätte Thassos (Ammes Saal) an der Peiner Straße einziehen. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
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Eltze

Für die Fördermittel des EU-Leader-Programms in Höhe von 80 000 Euro hätte eine Person privat für die gesamte Laufzeit von zwölf Jahren haften müssen – entweder mit eigenen Geldmitteln oder mit einem Grundschuld-Eintrag auf eine private Immobilie. Diese Hürde hat der Verein nach eigener Aussage erst erkannt, als er die EU-Förderung beantragen wollte.

Mit der Bürgschaft soll laut Sander sichergestellt werden, dass die Fördermittel zweckgebunden eingesetzt werden. Ist das nicht der Fall oder muss in den zwölf Jahren Insolvenz angemeldet werden, ist die gesamte Förderung zurückzuzahlen. „Eine Insolvenz kann über einen Zeitraum von zwölf Jahren nicht ausgeschlossen werden“, sagt Sander. „Deshalb sind wir nach mehreren Sitzungen, Gesprächen unter den Mitgliedern und Terminen bei Banken zu der Überzeugung gelangt, dass wir das Projekt ,Dorfladen Ammes Saal’ schweren Herzens aufgeben müssen.“

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Ideenwerkstatt investierte viel Arbeit in Planung

Die Stimmung sei natürlich sehr gedrückt, berichtet Sander. Die Aktiven der Ideenwerkstatt hätten in den vergangenen zwei Jahren viel Arbeit in die Planung gesteckt und zudem intensiv für das Projekt geworben. Mit dem Ergebnis, dass viele Eltzer zugesagt hatten, es mit insgesamt 50 000 Euro zu unterstützen. „Die Eigentümer der Immobilie wollten sich zudem an den Sanierungskosten des Gebäudes beteiligen.“ Insgesamt rechnete die Ideenwerkstatt mit einem Investitionsvolumen von mehr als 150 000 Euro, um den Dorfladen im ehemaligen Gasthaussaal aufzubauen.

Dorfcafé wäre Überlegung wert

„Wir haben sehr viel Energie in das Projekt gesteckt, aber auch viel gelernt, das wir nutzen können“, sagt Sander mit Blick in die Zukunft. Das Thema Einkaufen in Eltze soll innerhalb des Vereins weiterverfolgt werden, versichert sie. Momentan gebe es noch keine konkreten Pläne. Ein neuer Anfang könnte vielleicht ein Dorfcafé auf ehrenamtlicher Basis sein, schlägt Gudrun Viehweg, Regionalmanagerin der Leader-Region Aller-Fuhse-Aue, vor. „Ein Dorfcafé wäre eine Überlegung wert“, räumt Sander ein.

Viehweg, die auch die Ideenwerkstatt berät, vertritt die Auffassung, bei solchen Projekten wie Dorfläden oder Dorftreffs klein anzufangen. Ein Dorfcafé auf ehrenamtlicher Basis biete den Bürgern die Möglichkeit, sich zu treffen und gemeinsame Feiern oder Ausstellungen ausrichten sowie die Möglichkeiten, Geld für das Projekt Dorfladen zu erwirtschaften.

Von Anette Wulf-Dettmer

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