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Edemissen Sturmschäden in Edemissen: Aufforstung ist ein langer Prozess
Kreis Peine Edemissen Sturmschäden in Edemissen: Aufforstung ist ein langer Prozess
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00:17 23.10.2018
Frank Gertner an einem der vom Sturm betroffenen Gebiete bei Plockhorst. Quelle: Dennis Nobbe
Edemissen

Frank Gertner gehört der Bezirksförsterei Peine-Braunschweig an und ist damit auch für die privaten Waldflächen in der Gemeinde Edemissen zuständig. „Ich betreue hier 1700 Hektar Waldfläche, zehn Prozent davon sind durch den Sturm stark beschädigt worden – 85 Hektar sind sogar völlig zerstört“, sagt er. Insgesamt entspreche dies 15 000 bis 20 000 Festmetern Holz. „In diesem Ausmaß hatten wir das hier noch gar nicht“, so Gertner.

Holz wird weiterverarbeitet

Auch bei Plockhorst liegt viel Holz, das von beschädigten Bäumen stammt, zum Abtransport bereit. Ein Teil ist bereits abgeholt worden, der große Rest soll nach und nach folgen. Das Holz wird weiterverarbeitet, etwa zu Papier, Spanplatten oder Paletten. D

och ist der Holzmarkt derzeit durch die Folgen der Sturmschäden, aber auch durch Käferbefall verschiedener Bäume, übersättigt – die Holzpreise sind entsprechend im Keller.

Aufforstung dauert Jahre

Danach kann die Aufforstung beginnen, „und das wird nicht innerhalb der nächsten paar Jahre erledigt werden können“, prognostiziert Gertner. „Es ist eine sehr betreuungsintensive Geschichte, da stoßen wir an unsere Grenzen. Schließlich ist ja nicht nur die Gemeinde Edemissen betroffen.“

Derzeit fehle es auf diesem Gebiet schlicht an nötigem Personal. „Es müssen ja auch noch Forstpflanzen herangezogen werden, und wir brauchen Unternehmen, die diese dann pflanzen“, schildert Gertner. Darüber hinaus müssen Fördergelder beantragt und die Vegetation auf den einzelnen Flächen geprüft werden – ein Prozess, der sich über sehr lange Zeit ziehen werde.

Steuererleichterung für Waldbesitzer

Zudem möchte Gertner private Waldbesitzer, deren Flächen durch den Sturm zerstört wurden, daran erinnern, dass sie zeitnah entsprechende Anträge beim Finanzamt stellen sollten. Denn durch die Schädigung stehe ihnen eine Steuererleichterung zu.

Von Dennis Nobbe

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