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Edemissen Redecke-Areal in Edemissen: Das ist beim 15-Millionen-Projekt geplant
Kreis Peine Edemissen Redecke-Areal in Edemissen: Das ist beim 15-Millionen-Projekt geplant
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18:58 18.12.2019
Auf dem ehemaligen Redecke-Areal in Edemissen haben die Bauarbeiten begonnen. Quelle: Dennis Nobbe
Edemissen

Jetzt geht es los: Im Herzen von Edemissen soll auf dem Gelände des ehemaligen Gasthauses Redecke und angrenzender Grundstücke ein ganz neues Wohnquartier entstehen. Damit wird das Areal ein komplett neues Gesicht bekommen. Doch bevor gebaut werden kann, muss abgerissen werden. Das soll im Januar passieren, mit den notwendigen Vorbereitungen wurde nun begonnen.

Baurechtliche Voraussetzungen geschaffen

An der Kreuzung Peiner Straße/Oedesser Straße auf dem Gelände mit dem ehemaligen Gasthaus, dem Hof Wöhler und einem Wohnhaus soll ein modernes Wohnquartier entstehen. Die Pläne wurden bereits im Dezember 2017 vorgestellt. In der Zwischenzeit hat die Gemeinde die baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen: Der Bebauungsplan musste geändert werden, um die neue Nutzung der Grundstücke möglich zu machen.

Bauanträge werden Anfang 2020 eingereicht

Geplant ist auf der rund 8000 Quadratmeter großen Fläche unter der Bezeichnung „Wohnpark am Pfarrgarten“ ein urbanes Zentrum. Für die Umsetzung des Projekts wurde die Gesellschaft „Am Pfarrgarten“ gegründet, Geschäftsführer ist Michael Betker. Er geht derzeit von einem Investitionsvolumen in Höhe von rund 15 Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt aus und erläutert auf Nachfrage der PAZ die aktuelle Entwicklung: In den vergangenen Monaten sei sehr viel Energie in die Planung geflossen. „Die Bauanträge werden Anfang des Jahres eingereicht. Wenn alles nach Plan läuft, könnte 2020 mit den ersten Hochbaumaßnahmen begonnen werden“, sagt er.

Senioren-Wohngruppen geplant

Im ersten Bauabschnitt werden etwa 40 Wohnungen und eine Gewerbe-Einheit entstehen. Fünf Wohneinheiten werden als Senioren-Wohngruppen für etwa 20 bis 25 Personen geplant. „Die einzelnen Wohngruppen verfügen über eigene Apartments mit Nasszelle und über Gemeinschaftsräume mit Küche für gemeinsame Aktivitäten“, erklärt der Investor.

Die bis zu acht Reihenhäuser entlang der Oedesser Straße werden über eine Nutzfläche von rund 135 Quadratmetern verfügen. In den Mehrfamilienhäusern entstehen Zwei- bis Vier-Zimmerwohnungen mit Größen von 70 bis 110 Quadratmetern. Keller wird es nicht geben. Stauraum soll unter dem städtebaulich geforderten Satteldach entstehen. Für die Autos der Bewohner sind derzeit 88 Parkplätze geplant. „Damit wird die vorgegebenen Zahl von 1,25 Stellplätzen sogar überschritten“, macht Betker deutlich.

Landhaus-Gebäude soll erhalten bleiben

Wie von Anfang an geplant soll das ursprüngliche Landhaus Redecke erhalten bleiben. „Dort werden im Obergeschoss nach der Kernsanierung bis zu vier Mietwohnungen entstehen. Im Erdgeschoss könnte ein Café eröffnen, wenn ein geeigneter Betreiber gefunden werden kann“, blickt Betker in die Zukunft. Ansonsten wären hier auch weitere Wohnungen denkbar.

Bis auf die Reihenhäuser werden alle Gebäude über Aufzüge verfügen und damit barrierearm sein. „Im Erdgeschoss sind zudem auch rollstuhlgerechte Wohnungen vorgesehen“, verrät der Investor. Damit die neuen Gebäude sich gut in das Ortsbild einfügen, sollen die nach außen gerichteten Fassaden verklinkert werden.

Vermarktung beginnt 2020

„Wir befinden uns derzeit in der Kalkulation der Abgabe- beziehungsweise Mietpreise“, sagt Betker. Anfang 2020 wird mit der Vermarktung begonnen. „Wir können uns den Verkauf von Wohnungen oder ganzen Häusern durchaus vorstellen, werden aber einen Teil der Gebäude als Mietwohnungen im Bestand behalten“, macht er deutlich. In einem zweiten Bauabschnitt sollen weitere zehn Wohneinheiten und drei Reihenhäuser entstehen.

Interessenten können sich unter der Telefonnummer (0 51 71) 7 12 70 mit der Wohnpark „Am Pfarrgarten“ in Verbindung setzen.

Das Energiekonzept

Für das Projekt „Wohnpark Am Pfarrgarten“ in Edemissen ist ein zukunftsweisendes Energiekonzept geplant: „Ziel ist es, das Wohngebiet so weit wie möglich energetisch autark auszustatten“, macht Investor Michael Betker deutlich. Deshalb werden alle Gebäude so genannte Passivhäuser sein. Geheizt und mit Warmwasser versorgt werden sie über ein Nahwärmenetz durch Erwärme. Auf den Dächern wird eine Fotovoltaik-Anlage installiert, die den für den Betrieb der Heiztechnik nötigen Strom erzeugen soll. Darüber hinausgehende Verbräuche können an die Mieter abgegeben oder in das allgemeine Netz eingespeist werden.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt werde laut Betker durch den Einsatz von Erdwärme möglich, denn im Sommer sei über dasselbe System auch eine Temperierung beziehungsweise Kühlung der Wohnungen möglich. „Wir sehen in diesem Energiekonzept unseren Beitrag und unsere Verantwortung zum Klimaschutz nach dem Motto ,nicht nur reden, sondern auch handeln’“, macht Betker deutlich.

Die Umsetzung dieses Energiekonzeptes habe aber ihren Preis, der sich in einem gestiegenen Investitionsvolumen widerspiegelt: Für den ersten Bauabschnitt wird mit 15 Millionen Euro gerechnet.

Im Januar sollen die meisten Gebäude verschwinden. Dafür werden jetzt die Vorbereitungen getroffen.

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