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Edemissen Peiner Pendler profitieren: 1,1 Millionen für Stellplätze am Dollberger Bahnhof
Kreis Peine Edemissen Peiner Pendler profitieren: 1,1 Millionen für Stellplätze am Dollberger Bahnhof
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18:00 26.10.2019
Hinter dieser Reihe mächtiger Eichen an der Ladestraße in Dollbergen wird die Park-and-ride-Anlage mit 133 Autostellplätzen gebaut. Quelle: Anette Wulf-Dettmer
Dollbergen

Was lange währt, wird endlich gut: Einigkeit, dass am Dollberger Bahnhof dringend mehr Parkplätze für die Pendler benötigt werden, besteht seit Jahren. Nun kommt Bewegung in die Sache. Davon werden auch viele Pendler aus dem Landkreis Peine profitieren.

Die Kommunalpolitiker im Rat und im Ortsrat Dollbergen haben immer wieder diskutiert, wie die Zu- und Abfahrt der Fahrzeuge zu den neuen Autostellflächen auf einer Wiese in Bahnhofsnähe optimiert werden könnte. Das hat die Verabschiedung eines Bebauungsplans für die Park-and-ride-Anlage verzögert. Nun hat der Rat der Gemeinde Uetze grünes Licht für den Plan gegeben.

Auch Land gibt Geld

Daraufhin hat der Verkehrsausschuss der Region Hannover beschlossen, für das Projekt mit 133 Autoparkplätzen, 160 überdachten Fahrradstellplätzen und einem Abstellbereich für Motorräder 1,1 Millionen Euro bereitzustellen. „Die Bauarbeiten sollen schon im nächsten Jahr beginnen“, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann. Rund 75 Prozent der Baukosten und 10 Prozent der Planungskosten will sich die Region vom Land – und zwar auf der Grundlage des niedersächsischen Nahverkehrsgesetzes – wiederholen. Der Rest der Gesamtkosten wird aus der Regionskasse bezahlt.

Täglich 1700 Fahrgäste

Den Dollberger Bahnhof nutzen an Werktagen rund 1700 Menschen aus der Gemeinde Uetze und den benachbarten Orten der Gemeinde Edemissen, um in die Regionalzüge nach Hannover und Wolfsburg zu steigen. Für sie gibt es derzeit eine Park-and-ride-Anlage im Süden der Gleise mit 57 Stellplätzen und eine im Norden mit 27 Parkplätzen.

Das ist bei Weitem nicht ausreichend, deshalb parken die vielen Pendler jeden Tag die umliegenden Wohnstraßen zu – zum Verdruss der Anlieger. Die neue Anlage, die auf einer Wiese auf der Südseite der Ladestraße geplant ist, soll diese Situation entschärfen.

Zunächst 133 neue Parkplätze

Die Wiese bietet Platz für einen Parkplatz für insgesamt 225 Autos. In einem ersten Bauabschnitt sollen zunächst 133 Stellplätze entstehen. In einem zweiten Schritt könnten bei anhaltendem Bedarf weitere 92 Plätze angelegt werden. Die Ein- und Ausfahrt zu den Parkplätzen befindet sich an der Ackersbergstraße. Diese soll von den Autofahrern direkt von der Ladestraße aus angefahren werden – und nicht über die Berliner Allee mit ihren vielen Anwohnern. Die Ackersbergstraße ist in diesem Bereich nicht bebaut.

Vom Parkplatz aus wird ein gesonderter Fußweg an der Reihe der mächtigen Eichen vorbei auf die Ladestraße führen. Eine Ein- und Ausfahrt auf den Parkplatz an dieser Stelle zu planen ist wegen der Bäume nicht möglich. Das wäre natürlich die beste Lösung gewesen, sagt Andreas Fitz, Sprecher der Gemeinde Uetze. Doch die Eichen sind als Naturdenkmal besonders geschützt.

166 Stellplätze für Fahrräder

Die bestehende Bike-and-ride-Anlage auf der Südseite wird erneuert. Die dortigen 144 Vorderradklemmen sind veraltet und werden ersetzt. In diesem Bereich sowie auf dem mit Schotter befestigten Vorplatz soll künftig eine komplett überdachte Anlage mit Anlehnbügeln für 166 Fahrräder – 96 davon in abschließbaren sogenannten Käfigen – entstehen. „Außerdem sind Schließfächer sowie ein elektronisches Zugangssystem geplant“, wie Regionssprecher Abelmann mitteilt. Auf dem Vorplatz des Bahnhofs wird darüber hinaus ein gepflasterter Abstellbereich für Motorräder angelegt

Von Anette Wulf-Dettmer

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