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Edemissen Nach Beißerei: Kreis Peine hat Hund zu Recht als gefährlich eingestuft
Kreis Peine Edemissen Nach Beißerei: Kreis Peine hat Hund zu Recht als gefährlich eingestuft
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18:48 29.11.2019
Das Verwaltungsgericht Braunschweig musste klären, ob der Landkreis Peine einen Hund zu Unrecht als gefährlich eingeschätzt hat. Quelle: Janine Kluge
Edemissen

Nach einer Beißerei zwischen zwei Hunden hat der Landkreis Peine die Gefährlichkeit des einen Tieres festgestellt. Dagegen hat der Halter geklagt. Das Verwaltungsgericht Braunschweig entschied nun, dass der Landkreis korrekt gehandelt hat.

Beide Hunde waren angeleint

Der Vorfall ereignete sich bereits im März 2017 in der Gemeinde Edemissen, beteiligt waren ein West-Highland-Terrier und ein ausgebildeter Jagdhund der Rasse Deutsch Langhaar. Beide Hunde waren angeleint, der Deutsch-Langhaar lief neben dem Fahrrad seines Herrchens her. Bei der Begegnung hat der kleine Hund, der im Vorfeld schon mehrfach wegen aggressiven Gebarens auffällig gewesen war, wütend gebellt. Daraufhin sei der Jagdhund vor das Rad gelaufen und brachte seinen Herrn zum Sturz. Während er sich wieder aufrappelte, soll es zu der Beißerei gekommen sein, bei der der Terrier im Beamtendeutsch „mehr als nur ganz geringfügig verletzt“ wurde. Eine tierärztliche Behandlung war nötig.

Wesenstest bestanden

In der Folge des Vorfalls nahm der Landkreis Peine eine Gefährlichkeitseinschätzung des Jagdhundes vor, die positiv ausfiel. Ein knappes Jahr später bewährte sich der Hund in einem Wesenstest, der Leinen- und Maulkorbzwang wurde aufgehoben – als gefährlich gilt er aber noch immer. Damit darf er nicht mehr als Jagdhund geführt oder verkauft werden.

Der Halter sieht sein Tier zu unrecht verunglimpft an und einen „nicht zu rechtfertigenden enteignungsgleichen Eingriff“. Bei der mündlichen Verhandlung hatte er versucht, darzustellen, dass der Terrier der auslösende Faktor gewesen sei und der Jagdhund lediglich artgerecht reagiert habe. Er wirft dem Landkreis Peine vor, die Begleitumstände nicht ausreichend geprüft und berücksichtigt zu haben.

Entscheidung des Landkreises war richtig

Die Richterin des Verwaltungsgerichtes sieht das anders. Ihrer Einschätzung nach war es angesichts des konkreten Beißvorfalls ungeachtet der Vorgeschichten beider Hunde richtig, die Gefährlichkeit des Jagdhundes festzustellen. Das Bellen des Terriers sei typisches Hundeverhalten, auf das nicht mit Beißen reagiert werden dürfe.

Nach dem Gerichtsurteil ist der Verdacht einer Gefahr für die öffentliche Sicherheit begründet. Die zuständigen Behörden sind bereits dann zum Handeln verpflichtet, wenn eine Gefährdung der Öffentlichkeit möglich erscheint. Nach einem Beißgeschehen darf nur ausnahmsweise in begründeten Einzelfällen von der Feststellung der Gefährlichkeit abgesehen werden. Insofern hat laut der Richterin „der Landkreis Peine korrekt entschieden“.

Von Kerstin Wosnitza

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