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Edemissen 6000 Haushalte im Kreis Peine ohne Strom
Kreis Peine Edemissen 6000 Haushalte im Kreis Peine ohne Strom
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17:09 13.11.2019
Mitarbeiter der Firma RTH tauschten das defekte Leitungsstück aus. Quelle: Anette Wulf-Dettmer
Kreis Peine

Zu einem großen Stromausfall ist es am Dienstagnachmittag im Kreis Peine gekommen. Betroffen waren rund 6000 Haushalte in den Gemeinden Wendeburg und Edemissen. Die Ursache: Beim Verlegen von Kabeln an der Landesstraße 387 bei Oelerse hat eine von der Deutschen Glasfaser beauftragte Firma eine unterirdisch verlaufende 20-Kilovolt-Leitung beschädigt.

Sicherungen von 70 Trafostationen lösten aus

Störungsbeginn war laut Netzbetreiber Avacon um 13.29 Uhr. Der Strom fiel neben Oelerse und den umliegenden Ortschaften auch in Wendeburg, Harvesse, Wipshausen, Neubrück, Ersehof, Wense, Meerdorf, Bortfeld, Sophiental und Ohof (Kreis Gifhorn) aus. In rund 70 Trafostationen der Region lösten die Sicherungen aus. „Vorstellen kann man sich das wie beim Sicherungskasten zu Hause“, erklärt Avacon-Sprecher Ralph Montag der PAZ.

Nach und nach mussten die betroffenen Trafostationen überprüft werden, anschließend floss wieder Strom zu den Haushalten. „Das war recht aufwendig, wir haben leider etwas Unruhe ins Netz bringen müssen“, so Montag. Störungsende war um 18.44 Uhr, fast alle Haushalte im Kreis Peine hätten allerdings schon um 13.40 Uhr wieder Strom gehabt. Lediglich ein Landwirt in Ohof wäre erst um 18.44 Uhr ein „Nachzügler“ gewesen. Auch die 20-Kilovolt-Leitung ist mittlerweile wieder repariert und in Betrieb.“

Defektes Kabelstück ausgetauscht

Die 20-Kilovolt-Leitung reparierten Mitarbeiter von Avacon und der beauftragten Firma RTH, bis zum frühen Mittwochmorgen zogen sich die Arbeiten. Das defekte Stück der Leitung mit etwa fünf bis sieben Zentimetern Durchmesser musste herausgeschnitten und ersetzt werden. Schließlich schaltete ein Avacon-Techniker die reparierte Leitung um 1.08 Uhr wieder ans Netz. Eine schöne Geste: Ein Anwohner der Uetzer Straße (L 387) in Oelerse versorgte die Monteure mit heißen Würstchen und Kaffee.

Auch die 70 betroffenen Trafostationen im Kreis Peine laufen wieder im normalen Betrieb. Insgesamt rund 18 000 solcher Stationen hat Netzbetreiber Avacon im nord- und mitteldeutschen Raum. Sie dienen der Schalt- und Regeltechnik sowie der Transformation von Mittel- auf Niederspannung.

Zahlreiche Stromausfälle im laufenden Jahr

Im Kreis Peine ist es in diesem Jahr bereits zu mehreren größeren Stromausfällen gekommen. Ursachen gab es verschiedene, unter anderem beschädigte Erdkabel, ein Brand im Umspannwerk und eine defekte Freilandleitung.

Ein Kurzschluss, fachsprachlich Erdschluss genannt, ereignete sich im August zwischen den Umspannwerken Peine-West und Nettlingen (Kreis Hildesheim). Mehrere Ortschaften der Gemeinden Ilsede und Hohenhameln sowie im Kreis Hildesheim und Salzgitter waren für ungefähr eine halbe Stunde ohne Strom. Erdschlüsse kommen laut Netzbetreiber Avacon relativ häufig vor, führen aber nur in den seltensten Fällen zu Stromausfällen. Ist jedoch mehr als ein Umspannwerk betroffen, ließe sich der Strom nicht mehr umleiten.

Ebenfalls im August fiel der Strom in rund 1000 Haushalten in Wipshausen, Neubrück, Wense, Ersehof und Ohof (Kreis Gifhorn) für drei Stunden aus. In zwei unterirdisch verlegten Mittelspannungskabeln war es zu Fehlern gekommen, vermutlich in Zusammenhang mit einem Gewitter. Eine Rolle spielte hierbei zudem der Brand in einem Peiner Umspannwerk, der sich im Vormonat ereignet hatte.

Bei diesem Brand im Umspannwerk Ost entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 100 000 Euro. Die Feuerwehr war mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort und brachte das Feuer schnell unter Kontrolle. Der Strom fiel in insgesamt 5700 Haushalten des östlichen Niedersachsens und westlichen Sachsen-Anhalts für zwei Stunden aus.

Im Juni führte ein defektes Erdkabel in Wipshausen zu einem Fehler in der Leitung zum Umspannwerk zwischen Peine und Klein Ilsede. Von dem Stromausfall betroffen waren 17 Ortschaften in den Gemeinden Ilsede, Wendeburg und Edemissen. Einen weiteren Kabelfehler gab es im Juni im Peiner Nordkreis. Betroffen waren die Ortschaften Oelerse, Blumenhagen, Voigtholz-Ahlemissen, Alvesse, Rietze, Eickenrode, Ohof, Eltze und Dollbergen.

2500 Haushalte in Groß Lafferde, Steinbrück, Groß Ilsede, Münstedt und Oberg waren im Mai für mehrere Stunden am Stück ohne Strom. Es kam zu drei Fehlern im Stromnetz, Ausgangspunkt war ein defektes Erdkabel in Groß Ilsede. Durch einen damit in Zusammenhang stehenden Defekt an einer Freilandleitung gab es in Groß Lafferde und Steinbrück für ganze acht Stunden keine Elektrizität – ein ungewöhnlich langer Zeitraum.

Von Dennis Nobbe und Anette Wulf-Dettmer

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