Menü
Peiner Allgemeine | Ihre Zeitung aus Peine
Anmelden
Edemissen Landkreis hat Angst um Bienen in Edemissen
Kreis Peine Edemissen Landkreis hat Angst um Bienen in Edemissen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:25 14.06.2019
Symbolbild: In der Gemeinde Edemissen besteht bei den Bienenvölkern Verdacht auf Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut. Quelle: Archiv
Edemissen

Nachdem in der Region Hannover in Futterkranzproben von vier Bienenstandorten ein geringer Gehalt von Erregern der Amerikanischen Faulbrut nachgewiesen wurde, besteht dort der Verdacht des Ausbruchs der Brutkrankheiten der Honigbienen. In der betroffenen Bienenhaltung wird mit der Sanierung der betroffenen Völker begonnen. Gleichzeitig müssen Umfelduntersuchungen erfolgen, um auszuschließen, ob der Erreger eventuell auch an anderen Standorten auftritt, um so die weitere Verbreitung des Erregers zu stoppen.

Dazu wurde in der Region Hannover ein „verdächtiges Gebiet“ festgelegt, das bis in den Landkreis Peine hineinreicht. Betroffen sind die Edemisser Ortschaften Eddesse, Klein Eddesse, Abbensen und Oelerse. „In diesem Gebiet werden ab sofort durch den Fachdienst Veterinärwesen des Landkreises Peine zusammen mit den hiesigen Bienensachverständigen amtliche Untersuchungen und Probennahmen stattfinden“, teilte Fabian Laaß, Sprecher des Landkreises Peine, mit.

Betroffenen Bienenvölkern kann geholfen werden

Werde der Befall eines Bienenvolkes festgestellt, könne diesem geholfen werden. Während bei anderen Seuchen oft nur die Tötung betroffener Tiere infrage komme, könne im Falle des Befalls mit der Amerikanischen Faulbrut ein sogenanntes Kunstschwarmverfahren durchgeführt und das Bienenvolk so saniert werden.

Wird die Krankheit nicht erkannt und bekämpft, führe dies langfristig zum völligen Verlust des Volkes, da die Brut abstirbt. Um die Bienen im betroffenen Gebiet umfassend untersuchen zu können, werden Bienenhalter gebeten, unverzüglich alle Standorte von Bienen beim Fachdienst Veterinärwesen zu melden, sofern dies nicht bereits geschehen ist.

Während die Amerikanische Faulbrut hauptsächlich durch Räuberei unter den Bienen übertragen wird und auch das Verbringen belasteter Waben, Völker oder Gegenstände zur Übertragung führt, können auch Honiggläser, in denen sich mit geringen Sporenmengen belasteter Honig befindet und so in Glascontainer entsorgt werden, einen Beitrag zur Verbreitung der Krankheit leisten.

Keine Gefahr für Menschen

Bürger werden daher gebeten, Honiggläser nicht offen herumstehen zu lassen und nur gespült und ohne Honigreste in Glascontainer zu werfen. In Import-Honig aus Drittländern, wie er in vielen Supermärkten verkauft wird, werden immer wieder geringe Mengen an Faulbrutsporen gefunden. „Für den Menschen ist der Verzehr von Honig, der eventuell mit Faulbrutsporen belastet ist, absolut ungefährlich – der Erreger befällt nur die Brut von Honigbienen“, betont Laaß abschließend.

Von Dennis Nobbe

Wegen vorsätzlicher Körperverletzung, Nötigung und Drohung gegen seine Partnerin musste sich am Donnerstag ein 42-jähriger Iraker vor dem Landgericht Hildesheim verantworten. Er kam mit einer Geldstrafe davon.

14.06.2019

Am 30. Juni ist die Veranstaltungsreihe „Jazz im Park“ zu Gast auf der weitläufigen Anlage. Viele Ehrenamtliche unterstützen die Veranstaltung. Welche Musiker dabei sind, lesen Sie hier.

13.06.2019

Im Garten des Zehntspeichers soll der längste Tag des Jahres gefeiert werden. Zuvor gibt es einiges zu erleben. Was das ist, lesen Sie hier.

16.06.2019