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Edemissen Lebenshilfe informiert: Was bringt das Teilhabegesetz?
Kreis Peine Edemissen Lebenshilfe informiert: Was bringt das Teilhabegesetz?
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14:00 30.05.2019
Das Bundesteilhabegesetz soll Verbesserungen für Menschen mit Behinderung bringen.
Das Bundesteilhabegesetz soll Verbesserungen für Menschen mit Behinderung bringen. Quelle: dpa
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Berkhöpen

Menschen mit Behinderung sollen es leichter haben, am „normalen“ Leben teilzuhaben und selbstbestimmt zu leben. Dazu wurde das deutsche Recht weiterentwickelt. Das neue Bundesteilhabegetz (BTHG) bringt für alle Betroffenen Veränderungen. Die Lebenshilfe Peine-Burgdorf mit informiert darüber.

Veränderte Aufgaben kommen auf gesetzliche Betreuer, die Kommunen und auch auf die Lebenshilfe, deren Sitz in Berkhöpen ist, zu. Sie hatte in Peine zu zwei Info-Veranstaltungen eingeladen, die auf sehr großes Interesse stießen: Insgesamt 220 Personen nahmen das Angebot wahr.

Verfahren zur Bedarfsfeststellung

Es wurde über die neue rechtliche Situation und über die künftige Bedarfsermittlung informiert. „Hierzu gibt es ein standardisiertes Verfahren, welches in Niedersachsen B.E.Ni (Bedarfsermittlung Niedersachsen) heißt. Eine Fachkraft von der Kommune spricht mit den Menschen mit Behinderung. Deren Wünsche und Ziele werden berücksichtigt. Der gesetzliche Betreuer und auch eine Person des Vertrauens können dabei unterstützen“, erklärt Ulrike Treptow, Sprecherin der Lebenshilfe Peine-Burgdorf.

Das neue Finanzierungsverfahren für die gemeinschaftliche Mittagsverpflegung in der Werkstatt, den Tagesförderstätten und den Tagesstätten sowie die neuen Einkommens- und Vermögensgrenzen in der Eingliederungshilfe wurden dargestellt und erläutert.

Bewohner von Wohneinrichtungen

Zudem wurden alle für die Bewohner der Wohneinrichtungen wichtigen Änderungen zusammengefasst. Die Kosten für die Wohnstätten und Wohngruppen werden ab Januar 2020 nicht mehr ausschließlich vom Träger der Eingliederungshilfe übernommen. „Die Miete und die Kosten für die Verpflegung sind dann vom Bewohner zu zahlen. Hierfür erhält er Grundsicherung, die beantragt werden muss. In diesem Zusammenhang wird es neue Wohn- und Betreuungsverträge geben“, sagt Treptow. Ebenso muss ein formloser Antrag auf Eingliederungshilfe erneut gestellt werden.

Die Lebenshilfe Peine-Burgdorf wird eng mit den gesetzlichen Betreuern und Angehörigen sowie den Kommunen zusammenarbeiten. Und natürlich werden auch die Menschen mit Behinderung auf angemessene Weise von den Mitarbeitern informiert.

Von Kerstin Wosnitza