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Edemissen 23-Jähriger verletzt Polizisten: 2600 Euro Geldstrafe
Kreis Peine Edemissen 23-Jähriger verletzt Polizisten: 2600 Euro Geldstrafe
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14:12 05.09.2019
Hier wurde verhandelt: Das Amtsgericht in Peine. Quelle: Antje Ehlers
Plockhorst/Peine

1100 Euro Geldstrafe und 1500 Schmerzensgeld – insgesamt 2600 Euro: So lautet das Urteil gegen einen 23-jährigen Angeklagten vor dem Amtsgericht Peine. Dieser hatte im vergangenen Jahr Polizisten während eines Einsatzes in Plockhorst vorsätzlich verletzt und sich den Beamten zudem widersetzt.

Die Taufe ihres 13 Monate alten Sohns feierten die unverheirateten Eltern im vergangenen November in Plockhorst. Während der Feier kam es zu Streitigkeiten zwischen den Familien, bei denen der Vater schnell im Mittelpunkt stand. Der 23-Jährige wurde daraufhin aufgefordert, die Tauffeier zu verlassen. Da er sich weigerte, rief man die Polizei zur Unterstützung. Nach dem Eintreffen der Beamten kehrte schnell wieder Ruhe ein, der angetrunkene Angeklagte wurde von den Polizisten zum Verlassen der Feier bewegt. Eigentlich hätte der Polizei-Einsatz damit beendet sein sollen.

Doch kurze Zeit später kehrte der junge Vater zur Feier zurück. Dort traf er auf die Angehörigen seiner damaligen Partnerin, die ihn sofort wieder mit lautstarken Beleidigungen und Drohungen empfingen. Die erneut anwesenden Polizeibeamten wollten ein Aufeinandertreffen der Beteiligten verhindern, dabei versperrte ein Polizist dem Angeklagten den Weg. Nach einigen lautstarken Äußerungen folgten ein kurzes Gerangel zwischen Angeklagtem und Polizisten, die daraufhin den 23-Jährigen fixierten.

23-Jähriger verletzte beide Polizisten

Dieser wehrte sich, ein Beamter wurde an der Schulter verletzt, erlitt einige Hämatome am Oberarm und leichte Abschürfungen im Gesicht. Den zweiten Polizisten verletzte der 23-Jährige durch eine Backpfeife leicht im Gesicht. Der Angeklagte wurde zur Polizeiwache nach Peine gefahren, wo ein Blutalkoholwert von 1,18 Promille festgestellt wurde. Die Zeugenaussagen vor Gericht rundeten das Gesamtbild und damit den Ablauf der Vorkommnisse nachvollziehbar ab.

Der Angeklagte habe sich nicht mehr an alle Details erinnern können, gab er vor Gericht an. Über seinen Verteidiger gab er eine Erklärung ab: Er habe keine Polizisten verletzen oder beleidigen wollen, sein falsches Verhalten tue ihm leid. Dafür entschuldigte er sich bei seinen Eltern und den Polizeibeamten.

Vorsätzliche Körperverletzung

In ihrem Plädoyer sah die Staatsanwältin die Anklagepunkte als zu Recht erhoben an. Sie forderte drei Monate Haft für den Angeklagten, die zur Bewährung ausgesetzt werden können, und zusätzlich eine Geldstrafe von 1500 Euro sowie 1500 Euro Schmerzensgeld für den beim Einsatz verletzen Polizisten. Der Verteidiger schlug ein Urteil von zwei Monaten vor, die zu einer Geldstrafe von insgesamt 1200 Euro umgewandelt werden könnten.

Der Richter verkündete das Urteil wegen erwiesener vorsätzlicher Körperverletzung in Tateinheit mit dem Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie einen tätlichen Angriff auf Polizeibeamte: 1100 Euro Geldstrafe und zusätzlich 1500 Euro Schmerzensgeld für den beim Einsatz verletzten Polizisten.

Von Eckhard Bruns

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