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Edemissen Erhält die Sattlerei doch eine Betriebsgenehmigung?
Kreis Peine Edemissen Erhält die Sattlerei doch eine Betriebsgenehmigung?
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06:34 17.10.2018
Sattlerei von Christian Meyer und Anette Behrends in Klein Blumenhagen.
Klein Blumenhagen

Dass er und seine Frau Anette Behrends in Nöte mit ihrer Sattlerei in Klein Blumenhagen kamen, sei ursprünglich durch einen Nachbarschaftsstreit ausgelöst worden, erzählt Christian Meyer.

An Probleme war nicht zu denken

Der Landkreis Peine wurde darauf aufmerksam, dass baurechtlich gar keine Genehmigung für den Betrieb vorlag. „Wir sind hier im Außenbereich, da darf kein Gewerbe ausgeübt werden, außer Landwirtschaft oder ähnliches“, erläutert Meyer. Das sei ihnen damals, im Jahr 2010, als sie das Gelände kauften, nicht klar gewesen. „Wir hätten nie gedacht, dass es mal Probleme gibt.“

Gemeinde will Flächennutzungsplan ändern

Die Aufstellung einer Außenbereichssatzung, die den Betrieb sichergestellt hätte, scheiterte. Nun will jedoch die Gemeinde Edemissen ihren Flächennutzungsplan ändern. Anlass sei eine Vielzahl von Projekten im gesamten Gemeindegebiet, sagt Edemissens Bürgermeister Frank Bertram (parteilos). Auch die Sattlerei und der Sandstrahl-Betrieb wären damit aus dem Schneider – sie könnten damit eine Genehmigung vom Landkreis Peine erhalten.

Weitere Flächen sollen umgewidmet werden

Darüber hinaus soll auch die Sonderbaufläche „Sportgebäude“ in Edemissen in ein Wohngebiet umgewandelt werden. „Dort war einmal angedacht, ein Sporthotel zu errichten, doch es wurde nie ein Investor gefunden“, erläutert Oliver Völkening von der Gemeinde Edemissen. Momentan befindet sich dort ein Bolzplatz, irgendwann einmal könnten auf der rund 12 000 Quadratmeter großen Flächen Wohnhäuser entstehen.

Ebenfalls im Plan geändert werden die Flächen von diversen landwirtschaftlichen Höfen in verschiedenen Ortschaften, jene vom Golfclub in Edemissen, der Sattlerei, eines Maschinenbaubetriebs und einer Tierarztpraxis in Klein Blumenhagen sowie in Wipshausen eines Metallbehandlungsbetriebs. Hinzu kommt in Voigtholz-Ahlemissen die Grünfläche vor der Malerhof-Kapelle, auf der inzwischen Privathäuser gebaut wurden.

Kein Grund zum Aufatmen

Für die Sattlerei-Betreiber müsste die Änderung des Flächennutzungsplans eigentlich ein Grund zum Aufatmen sein. „Eigentlich ist es für uns ein Glücksfall“, sagt Christian Meyer. „Absurd ist nur, dass der Reitplatz, den wir zum Probereiten der Kundschaft vorgesehen haben, nicht im Flächennutzungsplan enthalten ist.“

Damit würde für den Reitplatz keine Genehmigung erteilt werden können. „Wir haben das bereits der Gemeinde und dem Landkreis mitgeteilt“, so der Klein Blumenhagener. Doch diese hätten eine Aufnahme abgelehnt.

Planung ist kein „Wunschkonzert“

„Wir haben uns bei dem neuen Plan an der tatsächlichen Bebauung orientiert“, sagt der Bürgermeister. „Das ist kein Wunschkonzert. Wenn die Gemeinde eine Planung macht, dann hat diese Ordnungscharakter.“ Die Sattlerei sei ein untergeordnetes Gewerbe. „Der Bestand, der schon da ist, wird in den Plan aufgenommen“, betont er. Erweiterungen sei nicht inbegriffen. „Natürlich wollen wir helfen, aber wir können auch nicht alle Wünsche erfüllen“, macht der Verwaltungschef deutlich.

Noch hat der Gemeinderat den neuen Flächennutzungsplan nicht beschlossen. Das dafür notwendige Verfahren läuft aber bereits.

Von Mirja Polreich

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