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Edemissen Bewährungsstrafe für Drogenkurier
Kreis Peine Edemissen Bewährungsstrafe für Drogenkurier
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15:31 10.05.2019
Vor dem Amtsgericht in Peine wurde gegen einen 23-jährigen Polen verhandelt. Quelle: Archiv
Edemissen

Ein Jahr und zehn Monate Haft, die auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt werden, so lautete das Urteil am Dienstag vor dem Amtsgericht Peine gegen einen 23-jährigen polnischen Staatsbürger. Ihm wurde ein Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz mit dem Besitz und der Beihilfe zum unerlaubten Handel von Betäubungsmitteln zur Last gelegt. Erwischt wurde er im Bereich Heidkrug an der Bundesstraße 214 im Gebiet der Gemeinde Edemissen.

Pole war Als „Drogenkurier“ eingesetzt

„Ich habe viele Schulden mit hohen Zinsen, die ich schnell zurückzahlen muss“, gab der Pole vor Gericht an. Um zusätzlich schnell Geld zu bekommen, suchte er im Internet nach geeigneten Möglichkeiten. Aufgrund seiner beruflichen Erfahrung mit Taxifahrten nahm der 23-jährige Kontakt zu einem Kurierangebot auf.

Der Pole sollte sich einen Pkw in Polen mieten und in Hannover zu einem Treffpunkt fahren, das Fahrzeug unverschlossen stehen lassen, sich für eine festgelegte Zeit von Übergabeort entfernen und anschließend mit der ins Auto gelegten Ware zurück nach Warschau fahren. Dort sollte der Angeklagte den Pkw an einem kurzfristig bekannt gegebenen Standort abstellen und anschließend das Geld für den Mietwagen, Benzinkosten und seinen Lohn bekommen.

Am 14. Dezember 2018 wurde der Pole nun auf seiner Fahrt von Hannover kommend im Bereich Heidkrug an der B 214 von einer Polizeistreife angehalten. Der Fahrer war durch seine unsichere Fahrweise aufgefallen. Beim dann folgenden Alkohol- und Drogentest stellten die Beamten fest, dass der 23-Jährige unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand.

Edemisser Polizeibeamte übernahmen den Fall

Die Polizisten der Station Meinersen riefen ihre Kollegen aus Edemissen dazu, die den Fall übernahmen. Bei der anschließenden Durchsuchung des Fahrzeugs wurden mehrere Spritzen und fast zwei Kilogramm Drogen unter Schmutzwäsche in einer Sporttasche gefunden und sichergestellt. Vom Inhalt der Sporttasche will der Pole nichts gewusst haben, die Kontaktpersonen kenne er auch nicht.

Der Angeklagte gab die Tatvorwürfe umfänglich zu und verzichtete auf die Rückgabe der sichergestellten Gegenstände. „Ich bereue die Tat“, betonte der 23-Jährige.

Positive Prognose für den Angeklagten

In seinem Plädoyer forderte der Staatsanwalt zwei Jahre Haft auf Bewährung sowie die Leistung von 150 Stunden gemeinnütziger Arbeit.

Seitens des Verteidigers wurde um eine etwas geringere Strafe von einem Jahr und sechs Monaten gebeten, ebenfalls zur Bewährung, da eine positive Prognose für den Angeklagten erkennbar sei.

Der Richter setzte das Urteil von einem Jahr und zehn Monaten zur Bewährung aus. „Die rund fünf Monate Haft in Hameln und Sehnde haben den Angeklagten sichtlich beeindruckt, so dass ein Rückfall nicht erkennbar ist“, begründete er seine Entscheidung.

Von Eckhard Bruns

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