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Edemissen Halbstundentakt in Peine: „Für die Menschen im Nordkreis bringt das nichts“
Kreis Peine Edemissen Halbstundentakt in Peine: „Für die Menschen im Nordkreis bringt das nichts“
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18:07 25.11.2019
Auf der Strecke Hannover-Wolfsburg verkehren Enno-Züge. Bürger im Peiner Nordkreis fordern Verbesserungen. Quelle: Archiv
Wehnsen/Eickenrode/Plockhorst

„Es freut mich, dass es eine Verbesserung im Bahnverkehr für Peiner Bürger gibt. Aber für die Menschen im Peiner Nordkreis bringt das nichts“, sagt Jens Reupke von WEP-AG. Die WEP-AG ist ein Zusammenschluss engagierter Bürger aus Wehnsen, Eickenrode und Plockhorst, die sich für die Lebensqualität in ihren Heimatorten einsetzen. Die Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs ist ein wesentlicher Teil ihrer Forderung. Unter anderem geht es um die Bahnstrecke von Hannover nach Wolfsburg, die durch den Nordkreis führt.

Kein Vorteil für die Nordkreis-Bürger

Der Wehnser bezieht sich auf die Berichterstattung in der PAZ über die Einführung des Halbstundentakts der Westfalenbahn auf der Strecke zwischen Hannover und Braunschweig auch am Wochenende bereits zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember. „Der Halbstundentakt jetzt auch am Sonntag hört sich super an! Leider bringt das jedoch keinerlei Vorteil im Nahverkehr für alle Bürger im Peiner Nordkreis. Die Strecke Hannover-Wolfsburg wird leider mal wieder in keiner Weise erwähnt“, moniert Reupke.

Täglich Tausende Pendler

Auch dieser Bahnabschnitt werde laut Reupke täglich von Tausenden Pendlern genutzt. Er kritisiert nicht nur die Taktung, sondern auch die Tarifstruktur: „Die Tarife von Großraumverband Hannover und Regionalverband Großraum Braunschweig sind so unterschiedlich, dass viele Menschen den Pkw nutzen und zum nächst günstigeren Bahnhof fahren“, kritisiert der Wehnser. Persönliche Gespräche und Schriftverkehr ließen hoffen, dass auch diese Strecke in den Fokus rücke.

„Mit viel Fantasie könnte man glauben, dass der Sprecher der CDU-Fraktion in Großraum Braunschweig, Michael Kramer, mit seiner Bemerkung, dass trotz der aktuellen Verbesserung noch viel zu tun sein, auch die Strecke Hannover-Wolfsburg meint“, so Reupke, der allerdings in Kramers Äußerungen noch nie eine konkrete Stellungnahme zu den Anliegern der Bürger im Peiner Nordkreis gefunden habe.

Landkreis Peine wird im Norden von Bahnlinie nur gestreift

„Selbstverständlich setze ich mich auch für die Belange des Nordkreises ein, denn die Bahnlinie dort ist genauso wichtig. Allerdings haben wir dort wenig Einfluss, weil der Landkreis Peine nur gestreift wird“, sagt Kramer auf Nachfrage der PAZ. Bezüglich einer Verbesserung des Fahrtaktes gebe es immer wieder Gespräche und Überlegungen, es seien bereits zahlreiche Optionen geprüft und verworfen worden, weil sie sich nicht umsetzen ließen.

Hauptbahnhof Hannover hat keine Kapazitäten

„Uns wird als Hauptgrund von den Verantwortlichen der Bahn die Auslastung des Hauptbahnhofs in Hannover genannt, der keine Kapazitäten mehr bietet“, sagt Kramer. Warum eine Verbesserung in einem Fall möglich sei und im anderen nicht, sei ihm nicht bekannt. „Ich vermute, dass das Fahrgastaufkommen auf den jeweiligen Strecken ausschlaggebend ist“, so Kramer. Auf der Strecke HannoverBraunschweig seien im Nahverkehr die meisten Menschen unterwegs, an zweiter Stelle liege die Linie Braunschweig-Wolfsburg.

Laut Kramer soll die Kapazität des Hauptbahnhofs Hannover durch einen Bahnsteig-Neubau im hinteren Teil gesteigert werden. Die Planung und Umsetzung sei aber wegen der Enge im Bahnhofsbereich sehr schwierig, und es werde noch Jahre dauern, bis mit einer Fertigstellung zu rechnen ist.

Von Kerstin Wosnitza

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