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Edemissen Gemeindehaus für Abbensen: Neubau, Umbau oder gar nichts?
Kreis Peine Edemissen Gemeindehaus für Abbensen: Neubau, Umbau oder gar nichts?
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15:00 11.08.2019
Neben der Kirche in Abbensen wäre Platz für ein Gemeindehaus. Quelle: Kirchengemeinde Abbensen
Abbensen

Der Abriss des alten Gemeindehauses, das genau genommen noch ein neues war, schmerzt die Gemeindemitglieder in Abbensen noch immer. Schon seit 2012 ist die Gemeinde ohne eigene Räume für Veranstaltungen jenseits von Gottesdiensten. Das erschwert das Gemeindeleben erheblich.

Nun wurde ein neuer Anlauf genommen, um die unbefriedigende Situation zu verbessern. „Im Mai hat sich der Kirchenvorstand mit Vertretern der Landeskirche und des Kirchenkreisamtes beraten, welche Optionen für Abbensen bestehen“, sagt Kirchenvorstandsmitglied Heiner Ahrens. Es sei sowohl über einen Neubau an der Kirche als auch über einen Umbau des Pfarrhauses gesprochen, in dem seit einiger Zeit kein Pastor mehr wohnt, weil das Pastorenehepaar Lange in Wipshausen wohnt.

Neubau würde 600 000 Euro kosten

Nach aktuellen Schätzungen würde ein neues Gemeindehaus etwa 600 000 Euro kosten und könnte nur realisiert werden, wenn die Landeskirche, der Kirchenkreis und die Kirchengemeinde jeweils ein Drittel zur Finanzierung beitragen. Die Kirchengemeinde müsste also 200 000 Euro beisteuern.

„Um die Mittel der Landeskirche zu erhalten, muss dargelegt werden, dass das Gemeindehaus in den kommenden Jahren gut ausgelastet und die Gemeinde in der Lage ist, den Eigenanteil aufzubringen“, erklärt Ahrens. Unter anderem könnte zu diesem Zweck das Grundstück beim Pfarrhaus am Weberkamp verkauft werden, auf dem das „alte Gemeindehaus“ stand.

Umnutzung einplanen

Bei Neubauten wird von einer Nutzungsdauer von 50 Jahren ausgegangen. Dabei wird berücksichtigt, dass die Mitgliederzahlen der Kirchengemeinden rückläufig sind. Deshalb wird bei Neubauten erwartet, dass bereits jetzt eine spätere Umnutzung – zum Beispiel zu einem Wohnhaus – eingeplant wird.

Laut Ahrens müsse auch in Abbensen trotz seiner attraktiven Lage und daraus resultierender steigender Einwohnerzahlen langfristig mit einem Rückgang der Kirchenmitglieder gerechnet werden. „Ein Gemeindehaus hinter der Kirche könnte dann schwerlich umgenutzt werden“, macht Ahrens deutlich. Insofern wäre der alte Standort günstiger – nur könnte man dann wiederum das Grundstück nicht verkaufen und die Finanzierung wird schwieriger.

Altes Pfarrhaus ist sanierungsbedürftig

Nun gibt es noch das alte Pfarrhaus, das als Pastorenwohnhaus nicht mehr gebraucht wird. „Das Gebäude ist aber in die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig“, erklärt Ahrens. Für die Sanierung einen barrierefreien Umbau müssten mindestens 200 000 Euro eingeplant werden. „Haushaltsmittel der Landeskirche stehen dafür nicht zur Verfügung, und im Kirchenkreis Peine sind die Gelder für solche Sanierungs- und Umbaumaßnahmen sehr knapp“, rechnet der Kirchenvorsteher vor.

Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen. Zuvor seinen noch weitere wichtige Detailfragen zu klären.

Von Kerstin Wosnitza

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