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Edemissen Geck-AG richtet Treuhandkonto für Bürgerhaus ein
Kreis Peine Edemissen Geck-AG richtet Treuhandkonto für Bürgerhaus ein
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13:12 08.07.2019
Die Zukunftswerkstatt will das Gasthaus Zum Bahnhof als Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft erhalten. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Dedenhausen

Die Geck-Arbeitsgruppe (AG) aus Dedenhausen ist nach Auswertung ihrer Bürgerbefragung zuversichtlich, die Gaststätte Zum Bahnhof in ein Haus für die Dorfgemeinschaft umwandeln zu können. „Geck“ steht dabei für die jetzige Eigentümerin und Wirtin der Gaststätte, Renate Geck, die diese aus Altersgründen verkaufen will. Die Arbeitsgruppe der Zukunftswerkstatt Dedenhausen plant, eine gemeinnützige Genossenschaft zu gründen, die das Gasthaus mit Saal erwirbt und dann an einen Betreiber verpachtet (PAZ berichtete).

Bürger und Vereine wollen mitziehen

„Die Umfrage ergibt, dass sich viele Bürger und auch Vereine bereit erklärt haben, Anteile der Genossenschaft zu zeichnen“, schreibt die Arbeitsgruppe in einem Rundbrief, den sie im Ort verteilen will. Ziel ist, 600 Anteile à 250 Euro an den Mann oder die Frau zu bringen. Für fast die Hälfte der Gesamtsumme von 150 000 Euro hat die Geck-AG nach eigenen Angaben bereits Zusagen erhalten. Die Genossenschaft benötigt das Kapital, um die Gebäude erwerben zu können.

Hagen Küster ist Treuhänder

Inzwischen hat die Geck-AG bei der Hannoverschen Volksbank ein Treuhandkonto eröffnet, auf das künftige Genossenschaftsmitglieder das Geld für die Anteile, die sie erwerben wollen, einzahlen können. Treuhänder ist der frühere Unternehmer Hagen Küster, der viele Jahre lang Vorsitzender des MTV Dedenhausen und Kirchenvorsteher war. Kontoberechtigte sind außerdem Ratsherr Reinhard Bührig, der SoVD-Vorsitzende Söhnke Leßmann und Ortsbrandmeister Martin Bösche. Wenn die Geck-AG 150 000 Euro zusammen hat, will sie die Genossenschaft gründen. Falls die Summe nicht erreicht wird, gibt sie das Vorhaben auf. Sie wird dann die eingezahlten Beträge wieder auszahlen.

Unterstützung signalisiert

Ein weiteres Ergebnis der Befragung ist, dass viele Einwohner ihre Bereitschaft signalisiert haben, bei den geplanten Renovierungs- und Sanierungsarbeiten mit anzupacken. Auf rund 200 000 Euro veranschlagt die AG die Sanierungskosten. Geplant ist, diese zu jeweils einem Drittel mit Eigenleistungen bei Handwerksarbeiten, einer Förderung aus dem EU-Leader-Programm und einem Darlehen zu finanzieren.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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