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Edemissen Für Felix: 3000 Besucher bei Typisierungsaktion auf dem Ponyhof
Kreis Peine Edemissen Für Felix: 3000 Besucher bei Typisierungsaktion auf dem Ponyhof
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23:01 29.04.2018
Typisierungsaktion in Plockhorst: Es konnte auch gefilzt werden.
Typisierungsaktion in Plockhorst: Es konnte auch gefilzt werden. Quelle: Pina Wosnitza
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Plockhorst

„Der Reitverein hat schon oft Feste veranstaltet, aber keins war so gut besucht wie die heutige Typisierungsaktion“, freut sich Mareike Höper, Besitzerin des Ponyhofs. Etwa 3000 Besucher kamen nach Plockhorst. „Die Unterstützung ist riesig, viele freiwillige Helfer aus dem Dorf und anderen Vereinen haben sich gefunden“, berichtet Höper weiter. Sie habe einst einen Flyer „Reiten gegen Brustkrebs“ gesehen und sofort an Felix gedacht. „So ist die Idee für die Typisierungsaktion entstanden.“

Viele Bilder zu dem Fest auf dem Ponyhof in Plockhorst gibt es hier.

Christian Rauterberg, Vater von Felix, freut sich über die Aktion: „Felix wäre auch gerne hier gewesen, aber leider muss er momentan im Krankenhaus bleiben. Damit er wenigstens ein bisschen dabei ist, haben wir schon über Handy ein Video gemacht.“

Um die Leute zum Typisieren zu ermuntern, wurde den Besuchern viel geboten. Es gab mehrere Angebote wie Ponystreicheln, Planwagenfahrten und eine Station, an der selbst gefilzt werden konnte. Außerdem war für Essen und Trinken gesorgt. Der Erlös der Veranstaltung geht jeweils zur Hälfte an die DKMS (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei) und den Verein für krebskranke Kinder Hannover.

Etwa 200 Peiner ließen sich registrieren

Neben dem Erlös war natürlich auch die Typisierung von möglichst vielen das Ziel des Tages. Das gelang auch: Ungefähr 200 Menschen machten von der Möglichkeit Gebrauch. „Blutkrebs kann jederzeit jeden treffen, daher sollte man helfen, wenn man in der Lage dazu ist“, meinte Eileen Haubenwald, die sich ebenfalls typisieren ließ.

Mareike Hoffmann, eine freiwillige Helferin aus dem Dorf, betreute eine Typisierungs-Station. Sie erklärte den Ablauf: Zuerst werde geschaut, ob die Personen überhaupt geeignet sind. Dagegen spricht zum Beispiel erhebliches Über- oder Untergewicht. Wenn jemand geeignet ist, reibe man mit drei Stäbchen jeweils eine Minute die Mundschleimhaut ab. „Diese Stäbchen werden mit den Personalien weitergegeben, die Daten in einer Kartei registriert“, erklärt Hoffmann. „Falls man als Spender für irgendeine Person auf der Welt in Frage kommt, wird man benachrichtigt.“

Von Pina Wosnitza