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19:00 02.08.2019
Die Teilnehmer des CISV-Seminarcamps in Plockhorst. Quelle: Mara-Ann Meeuw
Plockhorst

Was haben Jugendliche aus Griechenland, Brasilien, Mongolei oder Finnland gemeinsam? Sie haben gemeinsam drei Wochen auf dem Seminarhof in Plockhorst verbracht. Organisiert wurde das Camp von CISV, der weltweit größten Organisation für internationale Begegnungen und Friedenserziehung. Der Standort Hannover des CISV lud über 30 junge Erwachsene aus insgesamt 15 Ländern ins Peiner Land ein, um gemeinsam etwas für den Weltfrieden zu tun und Freundschaften zu schließen, die über Sprache und Landesgrenzen hinaus gehen.

Die Teilnehmer aus Mexiko präsentierten selbst gemachte Quesadillas, Tortillas und Soßen. Sie feierten den Open-Day mit traditionellen Sombreros.. Quelle: Mara-Ann Meeuw

Aufgeweckte, freundliche Jugendliche

Mittendrin veranstalteten die Jugendlichen einen Open-Day, um die Bewohner der Gemeinde einzuladen, ein Teil ihrer Kultur und Gemeinschaft zu werden. Auf dem Hof erwarteten Besucher aufgeweckte, freundliche Jugendliche, die es kaum erwarten konnten, etwas von ihrem Land und ihrer Kultur zu erzählen.

„Aber von den Teilnehmern spricht keiner Deutsch, alle sprechen Englisch“, sagte Olivia (26), die als CISV-Gruppenleiterin mitgereist war, lachend zur Begrüßung. Verständigungsprobleme gab es keine, denn gemeinsam kochten und backten die Camp-Teilnehmer traditionelle Mahlzeiten aus ihrer Heimat und präsentierten Kunstwerke, Flaggen und – besonders beliebt – Süßigkeiten ihrer Länder.

Die Jugendlichen Teilnehmer präsentierten Historie, kulturelle Artefakte und lokales Essen ihrer Heimatländer.

Während die 18-jährige Mina aus Italien die Besucher mit Lasagne versorgte, erzählte ein junger Mann aus Vietnam stolz von der Kunstausstellung über die Kultur und Geschichte seines Landes, an der er mitgearbeitet hat, und die Mexikaner überraschten alle, die sich trauten, mit Chili-Lollipops.

Draußen tanzten und sangen die Griechinnen, und drinnen zeigte die 17-jährige Zoya aus Jordanien den Gästen den Wochenplan und die Aktivitäten, die sie gemeinsam planen. „Es geht darum, herauszufinden, welche Ziele wir haben – kurzfristig und langfristig. Was können wir tun, wenn wir nach Hause gehen, und was möchte ich in fünf Jahren erreichen?“ Ihr sei es wichtig, informierter zu sein und mehr von der Welt zu sehen.

Vielfältige Themen besprochen

Olivia ist begeistert von den Jugendlichen, die sie gemeinsam mit zwei anderen Gruppenleitern betreuen durfte: „Sie sind alle fantastisch. Niemand wird ausgegrenzt, und sie lernen viel voneinander. Fokus hier waren Aktionen und Diskussionen über alles, was diese Gruppe bewegt.“ Vom Klimawandel über schlechte Wohnsituationen bis hin zur täglichen Gewalt – die Themen waren zahlreich und für alle interessant.

Callum (18) aus Perth, Australien, betont: „In dieser Gruppe kann man erfahren, was andere bewegt und mit welchen Problemen sie sich auseinandersetzen müssen. Das schafft Wissen, das wir für die positive Gestaltung der Zukunft brauchen.“ Ein Austausch von Erfahrungen und das Zusammenkommen Gleichgesinnter – das ist das Herzstück des Organisation.

CISV in Niedersachsen

Die Organisation Children’s International Summer Village (CISV), zu Deutsch „Internationales Kinder-Sommer-Dorf“, wurde 1951 in den USA von Psychologin Doris T. Allen mit dem Ziel einen Beitrag für eine konstruktive Friedenserziehung junger Menschen zu leisten, gegründet. Man ist weltweit in 62 Ländern vertreten. In Deutschland hat CISV zehn Standorte. Das Chapter Hannover ist für Niedersachsen zuständig. Es gibt Angebote für unterschiedliche Altersgruppen ab elf Jahren. Darüber hinaus gibt es lokale Aktivitäten und Veranstaltungen. Mehr Informationen gibt es im Internet unter de.cisv.org oder bei der Geschäftsstelle Hannover bei Birgit Baumann, Schwarmstedter Straße 75, 30625 Hannover, per Telefon unter (05 11) 57 68 17 oder per E-Mail secretary.ha@de.cisv.org.

Birgit Baumann von der CISV-Geschäftsstelle in Hannover ist überzeugt: „Frieden kommt nicht nur durch Erwachsene zustande. Wir knüpfen hier Kontakte fürs Leben und bereichern unsere Mitglieder durch den kulturellen Austausch. Zudem bekommt man die Chance, sich mit der eigenen Kultur auseinanderzusetzen. Was ist mein Land und was sehen wir als selbstverständlich an? Was machen andere besser und wie kann ich das auch tun? CISV bietet internationalen Zusammenhalt, darum mag ich diese Organisation.“

Von Mara-Ann Meeuw

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