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Edemissen Edemisserin überquert mit dem Fahrrad die Alpen
Kreis Peine Edemissen Edemisserin überquert mit dem Fahrrad die Alpen
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20:00 11.08.2019
Petra Daniel aus Edemissen hat mit dem Fahrrad die Alpen überquert. Quelle: Petra Daniel
Edemissen

Petra Daniel aus Edemissen ist passionierte Radfahrerin. Kürzlich legte eine ihrer bis dato größten Touren zurück: Sie überquerte mit dem Fahrrad die Alpen. Neun Tage war sie unterwegs und legte 958 Kilometer zurück.

Daniel ging ihr Vorhaben mit Respekt an: „Ich bin auf Langstrecken sattelfest, alpine Erfahrungen hatte ich aber fast noch nicht gesammelt“, schildert sie. Ihre Reise mit dem Trecking-Rad begann in München. Strom für Handy und Fotoapparat erzeugte sie während der Fahrt mit dem Dynamo.

18 Kilogramm Gepäck verteilte sie auf mehrere Taschen. „Aufgrund der zu erwartenden Höhenmeter habe ich neben Zelt, Zubehör, wenigen Lebensmitteln sowie Ersatz- und Regenkleidung nur das Nötigste eingepackt“, sagt die Edemisserin, die während der Tour fast immer auf Campingplätzen übernachtete. „An Ausschlafen war aber nicht zu denken“, erzählt sie. Nicht nur, weil sie bei der ersten Übernachtung ein Unwetter überraschte: Um 5.15 Uhr klingelte jeden Tag der Wecker.

Mit Radrennfahrern nach Italien

Neben vielen Hügeln stand am dritten Tag die Überquerung des Brennerpasses an. Ab Innsbruck ging es 40 Kilometer überwiegend bergauf, die ersten Kilometer so steil, dass Daniel sie nur schiebend bewältigen konnte. „Als sie schließlich die Passhöhe erreiche, wurde ich von den Passanten am Straßenrand angefeuert und bejubelt“, sagt sie. Der Grund: Sie kam zusammen mit einigen Teilnehmern eines Radrennens an – für sie ein ganz besonderer Empfang in Italien.

Ein Höhepunkt war dann der Dolomiten-Radweg: Ab Toblach ging es mit tollen Ausblicken auf der Trasse der ehemaligen Dolomitenbahn durch die weißen Berge. Im venezianischen Soverzene verließ die Edemisserin den Radweg „München-Venedig“ in westlicher Richtung und stieß in Cessiomaggiore auf die „Via Claudia Augusta“.

Neun Tage lang war Petra Daniel aus Edemissen mit dem Rad für die Alpenüberquerung unterwegs. Dabei hat sie einige Impressionen sammeln können.

Daniels weiterer Weg führte sie über einen Bergkamm ins Hinterland der Region Belluno. Kleine, ausgestorben wirkende Dörfer säumten die schmale Straße. „Ein Auto war hier schon lange nicht mehr gefahren“, vermutet die Radlerin. Schließlich erreichte sie den Brenta-Radweg. Etwa zehn Kilometer weiter verhinderte aber eine Absperrung die Weiterfahrt. Nach einem nicht geplanten Abschnitt auf einer verkehrsreichen Autostraße und der Hilfe eines Einheimischen kam Daniel zurück auf den Radweg.

Der Reschenpass verlangte ihr dann viel ab: Hinter Peran in Südtirol ging es für die nächsten 80 Kilometer bergauf, auf den letzten 25 Kilometern steil. Wieder herunter ging es über Serpentinen nach Martina in der Schweiz.

Kräftezehrende Kilometer bis zur Passhöhe

Am letzten Tag führte die Etappe von Imst in Österreich über den Fernpass ins bayerische Füssen. Dieser Tag wurde noch einmal richtig anstrengend. „Im Reiseführer wird die Überquerung mit dem Radshuttle empfohlen, was für mich nicht infrage kam“, erklärt Daniel. „Hinter Nassereith ging es auf einem steilen Forstweg bergauf. Als ich Schloss Fernstein passierte, hatte ich mein schweres Rad bereits ein paar Kilometer geschoben, das Fahren ist selbst im ersten Gang teilweise nicht möglich, da mein Hinterrad auf dem steinigen Waldboden durchdrehte.“ Etwa zehn kräftezehrende Kilometer waren es bis zur Passhöhe. „Ganz oben tut sich ein einmaliger Blick auf das Zugspitzmassiv sowie die Fernpass-Bundesstraße auf, einfach überwältigend“, schildert die Edemisserin begeistert.

In Füssen endete die neun Tage dauernde, 958 Kilometer und 9717 Höhenmeter umfassende Tour. Hier war dann Entspannung angesagt: Daniel traf sich mit ihrem Lebensgefährten und verbrachte mit ihm einen einwöchigen Urlaub – ganz ohne große Radtouren.

Von Dennis Nobbe

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