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Edemissen Edemisser Heimatfreunde waren unterwegs
Kreis Peine Edemissen Edemisser Heimatfreunde waren unterwegs
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06:00 03.05.2019
Die Natur- und Heimatfreunde unterwegs. Quelle: privat
Edemissen

Der Heimat- und Archivverein Edemissen lud kürzlich zusammen mit der Peiner Biologischen Arbeitsgemeinschaft zur Ersewanderung ein. Diese führte am Fuhse-Erse-Kanal entlang und führte schließlich zum historischen Zwei-Ständer-Haus in Wackerwinkel.

Die Natur- und Heimatfreunde fanden sich am Morgen an der Eltzer Mühle ein, um die Erse und den Fuhse-Erse-Kanal zwischen Eltze und Uetze zu erkunden. Im Jahr 1420 erwähnte man die Mühle erstmals. Von ihr aus wurde bereits im frühen 17. Jahrhundert der Prangenhohl, der Fuhse-Erse-Kanal, als Hochwasserschutzanlage für Uetze gegraben. Da die Erse nördlich an Uetze vorbeifließt und die Fuhse Uetze durchquert, wird noch heute – zuletzt Anfang 2018 – bei Hochwasser das Wehr zur Erse hin geöffnet, die dann 80 Prozent des Fuhsewassers aufnimmt.

Archäologisches und Singvögel

An der Mündung des Prangenhohl in die Erse erläuterte Archäologe Thomas Budde seine Forschungen an den historischen Wasserbauwerken und den Wallgrabenanlagen, die die Grenze zwischen den Landkreisen Peine und Burgdorf bis 1974 und wohl auch die historischen Grenzen der ehemaligen Gografschaft Edemissen sowie der Vogtei Uetze über Jahrhunderte darstellte. Auf den weiteren Weg machte der Bio-AG-Vorsitzende Hans-Werner Kuklik immer wieder auf die Gesänge von Nachtigallen, Grasmücken und anderen Singvögeln aufmerksam.

Der Biologe Professor Hans Oelke wies auf die hohe Bedeutung und die Vielfalt der Vogelwelt in dem Gebiet zwischen Erse und Fuhse hin. Am Ersepark und dem kleinen Ort Abbeile vorbei folgte die Gruppe nun der Erse am Nordufer entlang bis zur Landesstraße 387 Uetze-Brökel. Die verbliebenen rund 4,5 Kilometer bis zur Mündung in die Fuhse sollen auf der siebten Erse-Exkursion begangen werden.

Abschluss im Zweiständerhaus

„Zum traditionellen Abschluss hatte der Heimatbund Uetze in das historische Zweiständerhaus in Wackerwinkel eingeladen. Dort vermittelte uns Gisela Marwede Interessantes über das 400 Jahre alte Gebäude und den Garten, der von Mitgliedern des Heimatbundes nach altem Vorbild angelegt wurde und im Sommerhalbjahr wöchentlich gepflegt wird“, berichtet Reinhard Bartels vom Heimat- und Archivverein.

Am Zwei-Ständer-Haus in Wackerwinkel. Quelle: privat

Das niederdeutsche Bauernhaus aus dem Jahr 1596 ist eines der ältesten Gebäude der Gemeinde Uetze und steht entsprechend unter Denkmalschutz. Seit der Umgestaltung der großen Stube im Jahr 1805 wurde an dem typischen Hallenhaus nichts mehr verändert. Früher lebten die Bewohner mit dem Vieh unter einem Dach, auf dem Dachboden wurde Getreide gelagert. Der Name Zweiständerhaus kommt daher, dass die gesamte Dachkonstruktion auf zwei parallelen Reihen von hölzernen Ständern ruht, während die niedrigen Außenwände nicht tragend sind.

Speicherfest am 5. Mai

Die nächste Veranstaltung des Edemisser Heimat- und Archivvereins ist an diesem Sonntag, 5. Mai: Dann findet von 11 bis 17 Uhr das Speicherfest statt. Hier soll der Zehntspeicher am Eichenweg einmal mehr zum kulturellen Mittelpunkt von Edemissen werden. Der Heimat- und Archivverein lädt alle Edemisser und Gäste aus der Region ein, ein paar gemütliche Stunden in und rund um den Speicher zu verbringen – ein buntes Programm inklusive Verpflegung gehört dazu.

Auch wird der Verein die neue Broschüre „Chronologie des Zehntspeichers in Edemissen“ präsentieren, die für drei Euro erhältlich ist. Auf 48 Seiten beri8chtet man von der geschichtlichen Entwicklung der Zehntspeicher im 9. Jahrhundert, der Gografschaft Edemissen, Zeitzeugenberichte, bis zur Einrichtung einer Heimatstube mit kleinem Museum heute. Auch die kürzlich abgeschlossenen Sanierungsarbeiten und Zukunftskonzepte werden bei Führungen durch das Gebäude erläutert.

Von Dennis Nobbe

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