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Edemissen Edemisser Autodiebe beinahe von der Polizei in Brandenburg geschnappt
Kreis Peine Edemissen Edemisser Autodiebe beinahe von der Polizei in Brandenburg geschnappt
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13:34 03.11.2019
Die komfortable Keyless-Technologie birgt auch Risiken. Quelle: Dpa
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Kreis Peine

In der Nacht vom 1. auf den 2. November wollten Beamte der Polizei Brandenburg auf der Autobahn 15 routinemäßig einen BMW X1 kontrollieren. Der Fahrer flüchtete jedoch mit dem Auto. Auf der Flucht kam es jedoch zu einem Unfall, der Fahrer konnte jedoch unerkannt entkommen. Wie sich herausstellte, war das Fahrzeug zwischen dem 1. November, 21.30 Uhr, und den 2. November, 4.38 Uhr, in Edemissen, Hermann-Löns-Straße, gestohlen worden.

Das Fahrzeug ist mit einem sogenannten Keyless-Go-System ausgestattet – womöglich hat dies den Unbekannten den Diebstahl erleichtert. Bei der Keyless-Technologie muss der Autobesitzer den Schlüssel nur bei sich tragen, zum Öffnen ist kein Tastendruck am Schlüssel nötig. Sobald er sich seinem Fahrzeug nähert, erkennt dieses per Funk den Schlüssel. Beim Berühren des Türgriffs oder Drücken eines Tasters am Türgriff öffnet die Zentralverriegelung.

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Autodiebe nutzen nun einen sogenannten Funkwellen-Verlängerer, der Signale, die zwischen dem Fahrzeug und dem Fahrzeugschlüssel ausgetauscht werden, über eine räumliche Distanz verlängert. Diese kleinen Geräte bestehen aus zwei Teilen, dem „Car-Scanner“ und dem „Key-Scanner“.

Das Landeskriminalamt in Hannover gibt Tipps, wie man sich schützen kann. Schlüssel sollten nie in der Nähe der Haus- oder Wohnungstür abgelegt werden, Funksignale sollten durch geeignete Maßnahmen (Aluminiumhüllen / Blechdose) abgeschirmt werden. Dabei ist ein Selbsttest empfehlenswert: Der „abgeschirmte“ Schlüssel sollte direkt neben die Fahrzeugtür gehalten werden und diese nicht öffnen. Nur dann haben auch Diebe keine Chance. Bei einigen Fahrzeugen kann dieser Komfortzugang auch zeitweise abgeschaltet werden.

Von Tobias Mull

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