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Edemissen Verletzt und im Lkw eingeklemmt: Feuerwehr übte Menschenrettung
Kreis Peine Edemissen Verletzt und im Lkw eingeklemmt: Feuerwehr übte Menschenrettung
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20:00 07.05.2019
Feuerwehr-Kameraden aus Edemissen und Hämelerwald übten gemeinsam, einem eingeklemmten Verletzen aus einem Lkw zu befreien. Quelle: Feuerwehr Edemissen
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Edemissen/Hämelerwald

Gemeinsame Sache machten kürzlich Feuerwehrleute aus Edemissen und Hämelerwald: Bei einem kreisübergreifenden Ausbildungsdienst übten sie gemeinsam, wie man im Ernstfall einen verletzten Menschen aus einem Lkw befreit.

Veranstaltungsort war das Feuerwehrgerätehaus in Hämelerwald. Dort stand eine „technische Hilfeleistung mit Personenrettung aus einem Lkw“ – so die offizielle Bezeichnung – auf dem gemeinsamen Dienstplan der Ortswehren Edemissen und Hämelerwald.

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Erst Theorie, dann Praxis

„Zu Beginn stellte ein Kamerad aus Edemissen anhand einer Präsentation im Schulungsraum alle wesentlichen Arbeitsschritte vor“, berichtet die Pressesprecherin der Feuerwehren der Gemeinde Edemissen, Eileen Selle. Im Anschluss wurde das Gelernte unter Anleitung eines Kameraden aus Hämelerwald praktisch umgesetzt. Dafür stand eine echte Lkw-Fahrerkabine zur Verfügung.

Die Teilnehmer des gemeinsamen Übungsdienstes. Quelle: Feuerwehr Edemissen

„Als Einsatzlage wurde angenommen, dass der Fahrer des Lkw als Folge eines Verkehrsunfalls in seiner deformierten Fahrerkabine eingeklemmt war“, erklärt Selle das Szenario. Nach Erkundung der Lage sicherten die Kameraden beider Feuerwehren die Kabine mit unterschiedlichen Hilfsmitteln gegen ein Vor- beziehungsweise Zurückkippen. Anschließend wurden zwei Arbeitsplattformen genutzt, um mit hydraulischem Rettungsgerät und Werkzeug auf Höhe der Kabine eine Zugangsöffnung zu schaffen.

Freiraum für Rettungsdienst schaffen

„Hierzu entfernten die Feuerwehrleute diverse Glasscheiben des Lasters, um sich danach eine Versorgungsöffnung zu erarbeiten. Dafür beseitigten sie die Tür mit Schere und Spreizer, um diese dann herabzusenken. Aufgrund des hohen Gewichts wurden sie dabei mit Feuerwehrleinen gesichert“, berichtet die Pressesprecherin. Im Einsatzfall wäre durch dieses Vorgehen genügend Freiraum für den Rettungsdienst zur Erstversorgung des Patienten geschaffen worden.

Patient durch Öffnung aus Fahrzeug befreit

Im nächsten Schritt würde dann durch die Feuerwehr mit weiteren Maßnahmen wie dem Schneiden und Auseinanderdrücken der Kabine eine Befreiungsöffnung geschaffen. Diese Öffnung muss groß genug sein, um den Patienten auf einem Rettungsbrett, auch „Spineboard“ genannt, herauszuheben. Dann wird er dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben. Schließlich kommt er – je nach Verletzungsbild – mit einem Rettungswagen oder Rettungshubschrauber in ein entsprechendes Krankenhaus.

„Für dieses Übungsszenario war ein lebensgroßer und schwerer Dummy eingesetzt, um die Lage so realistisch wie möglich darzustellen“, sagt Selle abschließend.

Von Kerstin Wosnitza

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