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Edemissen Düngerstreuer-Check zum Schutz des Trinkwassers
Kreis Peine Edemissen Düngerstreuer-Check zum Schutz des Trinkwassers
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06:01 07.04.2018
Mittels Schalen kann ermittelt werden, wie präzise die Einstellung des Düngerstreuers funktioniert. Quelle: privat
Wehnsen

In der „Kooperation Wehnsen“ engagiert sich der Wasserverband Peine zusammen mit 70 Landwirten für den vorbeugenden Trinkwasserschutz. Nun wurde gemeinsam ein Düngerstreuer-Check veranstaltet, bei dem vier Maschinen überprüft wurden.

„Wir sehen das als Beratungsleistung“, erklärt Michael Wittemann, Technischer Leiter des Wasserverbands. „Der Check ist ein Baustein für den vorbeugenden Trinkwasserschutz. Mit einer richtig eingestellten Maschine kann sehr genau gedüngt werden.“ Das schone die Umwelt – und somit auch das Trinkwasservorkommen.

Ziel: Stickstoffüberschüsse minimieren

„Je passgenauer und gleichmäßiger gedüngt wird, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich überschüssiger Dünger durch den Boden ins Grundwasser aufmacht. So werden die Stickstoffüberschüsse minimiert. Das ist ein Ziel der Kooperationsarbeit“, betont Wittemann.

Weitere Maßnahmen sind Düngeberatung und freiwillige Vereinbarungen, etwa Bodenruhe oder Zwischenfruchtanbau. Alles zusammen habe nachhaltig positive Effekte, betont Wittemann.

Richtiges Düngen reduziert die Kosten der Landwirte

Frederik Böker, Sprecher der Kooperationslandwirte, stellte seinen Hof in Eickenrode zur Verfügung. „Der Check wirkt auf mehreren Ebenen positiv. Neben nachhaltigen Effekten für das Wasser wirkt sich ein optimal eingestellter Streuer auch direkt positiv für uns Landwirte aus: Eine verlässlich gleichflächige Düngung heißt weniger Aufwand und damit auch weniger Kosten“, sagt Böker.

Hendrik Kruse, Experte aus Nienburg des Bundesverband der Deutschen Lehranstalten für Agrartechnik (DEULA), gab Hinweise zur Bewertung der Düngersteuer. Die Landwirte erhielten eine Checkliste und individuelle Hinweise, damit sie später diese Überprüfung an ihren eigenen Maschinen wiederholen und diese optimal einstellen können.

Es gab auch einen Praxisversuch

Auf einem Feld gab es einen Praxisversuch. „Hier messen wir die Querverteilung mithilfe von aufgestellten Schalen“, sagt Thomas Beiß-Delkeskamp von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) in Braunschweig. Die LWK übernimmt zusammen mit dem Ingenieurdienst Ingus die Gewässerschutzberatung für die Landwirte der Kooperation Wehnsen.

„Die Düngermenge wird vorgegeben und der Düngerstreuer anhand von Streutabellen eingestellt. Dann werden die Schalen ,überfahren’ und der gesammelte Dünger anschließend gewogen. Das lässt Rückschlüsse auf die optimale Einstellung der Maschine zu“, erklärt Beiß-Delkeskamp.

Von Kerstin Wosnitza

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