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Edemissen Deutschland-Wanderung mit Kuh endet in Berkhöpen
Kreis Peine Edemissen Deutschland-Wanderung mit Kuh endet in Berkhöpen
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19:00 14.07.2019
Glücklich, dass alles geklappt hat, waren Markus Holzmann sowie Saskia Rohn (links) und Tina Meier mit Emmi. Quelle: Sylvia Knapek-Wodausch
Berkhöpen

Manch einer von uns würde in Begleitung eines lieben Menschen oder vielleicht auch allein wandern oder sich auf ein Pferd schwingen. Nicht so der 19-jährige Markus Holzmann: Als Wandergefährtin wählte er sich für seine Tour zu Fuß durch Deutschland eine Freundin, die er seit ihrer Geburt kennt: seine dreieinhalbjährige Emmi, eine Kuh der Rasse Bayerisches Braunvieh.

Wochenlange Wanderschaft

Mehrere Wochen dauerte die Wanderschaft des ungewöhnlichen Paares durch die Republik, die in Füssen in Bayern begann und rund 600 Kilometer lang war. Jetzt kamen beide unversehrt und guter Dinge in Berkhöpen an. Als Botschafter des dort ansässigen Unternehmens Equimero hatte er sich Ende Mai auf den langen Weg gemacht – auch um zu zeigen, dass eine Kuh ein verlässlicher Wanderpartner sein kann.

Empfangskomitee stand bereit

Eine scheinbar verrückte Idee, aber für Markus Holzmann nur konsequent. Aufgewachsen mit Kühen auf dem Hof seiner Eltern bei Füssen im Allgäu, sei es schon lange sein Traum gewesen, mit einer Kuh zu wandern. Am Wochenende zog in Berkhöpen ein. Nach der letzten Tagesetappe von 13 Kilometern hatten die beiden es geschafft. Trotz des angekündigten Regens hatten sich an die 30 Neugierige zusammen gefunden, um beide gebührend zu empfangen.

Geduldig ließen sich Emmi und Markus immer wieder fotografieren. Quelle: Sylvia Knapek-Wodausch

„Als ich meinen Eltern von der Idee erzählte, mit Emmi zu wandern, erklärten sie mich für verrückt“, erzählt Markus Holzmann. Die ganze Aufregung über das gerade abgeschlossen Projekt ist ihm deutlich anzumerken: „Schön, unbeschreiblich, ich kann es noch nicht glauben, dass ich angekommen bin“, sagt er.

Emmi lässt sich gern streicheln

Derweil frisst Kuh Emmi ganz gelassen und von der Aufregung um sie herum scheinbar unberührt und lässt sich von allen streicheln. Manche lassen es sich nicht nehmen und machen ein Selfie mit ihr.

Holzmann beschreibt seine Wanderung als „ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde. Wir wurden immer herzlich aufgenommen. Nur drei oder vier Nächte mussten wir im Freien übernachten, einmal auch mal bei einem Unwetter. Unterwegs sprachen mich so viele Menschen an und wollten wissen, warum ich mit einer Kuh wandere!“

Zurück geht es mit dem Auto

Die nächsten Wochen werden er und seine Emmi in Edemissen bleiben. Holzmann absolviert bei Equimero ein Praktikum. Und dann geht es wieder zurück in die Heimat im Allgäu – dann aber bequem mit dem Auto.

Nach der Ankunft in Berkhöpen wurden die beiden Wanderer herzlich in Empfang genommen.

Von Sylvia Knapek-Wodausch

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