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Edemissen Christen fliegen für notleidende Menschen
Kreis Peine Edemissen Christen fliegen für notleidende Menschen
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23:35 22.12.2010

Berkhöpen. „Das Jahr begann mit dem schrecklichen Erdbeben in Haiti, bei dem in wenigen Minuten Tausende Menschen ihre Leben verloren“, sagt Büroleiterin Claudia Hintzen aus Edemissen rückblickend. Nachzulesen ist das auch im Rundschreiben der MAF Deutschland, das in diesen Tagen an die Unterstützer und Spender herausging.

MAF leistete effektive Hilfe durch Kommunikationssysteme, Lagerung und Verteilung der Hilfsgüter und Lufttransport der Verletzten und Heimatlosen (PAZ berichtete).

Während in Haiti Einsätze geflogen wurden, liefen die Arbeiten in vielen anderen Ländern weiter. Das Rundschreiben berichtet von vielen Fällen, in denen geholfen werden konnte. Die einzelnen Schicksale berühren. Zum Beispiel das des wenige Wochen alten Babys Sam, das mit seinen Eltern in einem unzugänglichen Teil von Papua (Indonesien) zu Hause ist und wegen Unterernährung im Sterben lag. Durch Abwürfe von Babynahrung konnte dieses Leben gerettet werden.

Doch es gibt nicht nur die guten Nachrichten. „Beim Schreiben dieses Briefes erreichte uns die Nachricht vom Verlust des Piloten Ben Uskert. Er war Programmleiter in Sumatra und ertrank in einem Fluss während seines Versuches, das Leben eines anderen zu retten“, heißt es – ein eindrucksvolles Zeugnis davon, dass die Mitarbeiter von MAF oft unter dem Einsatz ihres eigenen Lebens rund ums Jahr in vielen Teilen der Erde Hilfe bringen.

wos

MAF-Deutschland ist eine eingetragene Hilfsorganisation, deren operative Arbeit nur durch Spenden finanziert wird. Konto-Nummer 14256044, Kreissparkasse Peine, Bankleitzahl 25250001.

Hintergrund

Mission Aviation Fellowship (MAF)

Die Mission Aviation Fellowship – Mission Luftfahrt Kameradschaft – ist ein internationaler, humanitärer Flugdienst. Über 36 000 Hilfseinsätze werden jedes Jahr von den Piloten der zirka 130 MAF-Flugzeugen weltweit geflogen. Alle drei Minuten startet oder landet irgendwo auf der Welt ein MAF-Flugzeug, um Menschen in Not zu helfen.

MAF setzt eigene Leichtflugzeuge in Entwicklungsländern ein, um den internationalen Helfern zu helfen, die in Not geratenen Menschen schnell mit Medikamenten, Nahrung und sauberem Wasser zu versorgen.

Seit 1946 arbeiten die Piloten und Techniker von MAF dort, wo Fliegen kein Luxus, sondern notwendig für das Überleben von Menschen ist. MAF wurde nach dem Zweiten Weltkrieg durch Ex-Militärpiloten gegründet. „Die inzwischen über eintausend MAF-Mitarbeiter sind Christen verschiedener Konfessionen, deren gemeinsames Motiv die Nächstenliebe ist“, heißt es auf der Internetseite www.maf-deutschland.de.

Es sind hoch spezialisierte Luftfahrtexperten, die trotz schwieriger Arbeitsbedingungen für einen höchstmöglichen Sicherheitsstandard bei den zum Teil gefährlichen Einsätzen sorgen. Sie bekommen keine Gehälter, sondern werden von persönlichen Freundeskreisen finanziert.

wos