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Edemissen Beeindruckendes Konzert in St.-Bernward-Kirche
Kreis Peine Edemissen Beeindruckendes Konzert in St.-Bernward-Kirche
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10:00 14.11.2019
In der voll besetzten Groß Ilseder Kirche gab die Cantorei Edemissen ein beeindruckendes Konzert. Quelle: Helmut Lange
Gross Ilsede

Vermutlich selten haben sich unmittelbar nach Konzertende alle Zuhörer in der gut gefüllten Groß Ilseder St.-Bernward-Kirche spontan von ihren Plätzen erhoben und den Ausführenden mit vehementen Standing Ovations für das soeben Dargebotene gedankt.

Texte vom Dalai Lama, Nelson Mandela und anderen

 Die Cantorei Edemissen und ein an Klangfarben reiches Instrumental-Ensemble unter der Leitung von Michael Schwenke hatten sinnträchtig dazu eingeladen, mit dem Werk „The Peacemakers“ des walisischen Komponisten Karl Jenkins sich viel- und tiefgründig auf die gerade heute wieder aktuelle Sehnsucht nach Frieden einzulassen.

Außerordentlich konzentriert und teilweise emotional angerührt folgten die Zuhörer den verschiedenen Klangbildern, die auf interpretationsfordernden Texten basierten: Nach einem vertonten Auszug aus der Bergpredigt folgten beispielgebend gesungene Zitate, unter anderem vom Dalai Lama, von Mahatma Gandhi, Nelson Mandela, Martin Luther King, Mutter Teresa, Albert Schweitzer und Anne Frank – immer wieder ergänzt durch biblische, beziehungsweise mittelalterliche Texte. All diesen Quellen lag die Erfahrung zugrunde, stetig für das vielleicht wertvollste Gut des Menschen zu wirken, für den Frieden.

Zuhörer ließen sich fesseln

Dieses taten an diesem Konzertabend die Ausführenden beispielhaft: Die Cantorei, in der dem Sopran eine Hauptrolle zufiel, sang bei sicherer Beherrschung des vielschichtigen Notentextes mit innerer Hingabe und erreichte – dynamisch und individuell gestaltet abgestuft – in markanten Passagen die hohe Stufe der Interpretation. Loopende Melodiebögen, oft auf der Basis einer markanten Kontrapunktik zwischen Chor und Instrumentalisten, unterstrichen die kompositorische Eindringlichkeit, von der sich die Zuhörer fesseln ließen.

 Zielsicher, ausdrucksstark und letztlich doch dem Chorklang dienend, gaben die Instrumentalisten ihre Visitenkarte ab: Oft waren es die sich reibenden Akkorde der Streicher, über denen Holzbläser und die Percussions-Klangfarben im Sinne der Textaussagen wirkungsstark intonierten: eine bewegende Verkündigung!

Michael Schwenke erleichtert Zugang zur Interpretation

 Nicht zuletzt galten am Ende die stehenden Ovationen demjenigen, der als Initiator und umsichtiger Leiter die Musizierenden vereinte: Michael Schwenke. Mit insgesamt sparsamem Dirigat erspürte er – dann wieder akzentuierend – die wesentlichen Schwerpunkte der Komposition und erleichterte den Zuhörern durch sein Nachzeichnen gerade im vorherrschenden Tongeschlecht Moll den Zugang zur persönlichen Interpretation. Anklängen an sinnierende Melancholie ließ er dabei genauso freien Raum wie den belebten, volkstümlich behafteten und tänzerischen Passagen.

Kraftvoll und geradezu erhebend musizierten Choristen und Instrumentalisten die abschließende (und als Zugabe wiederholte) „Hymne des triumphierenden Friedens“ – eine dankbar empfundene Botschaft für das eigene Denken und Handeln.

Von Helmut Lange

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