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Edemissen Bundeszentrale fördert Mitmach-Ausstellung in Dedenhausen
Kreis Peine Edemissen Bundeszentrale fördert Mitmach-Ausstellung in Dedenhausen
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06:00 20.09.2019
Beim Ausstellungsprojekt „Daheim in Dedenhausen“ geht es auch darum, Wissen über das Dorf zu vermitteln. Deshalb bietet Hans-Heinrich Bolten – hier vor der früheren Dorfbäckerei – beim Mitmachfest Führungen durch den Ort an. Quelle: Friedrich-Wilhelm Schiller
Dedenhausen

Für Februar 2020 plant die Zukunftswerkstatt aus Uetze-Dedenhausen eine Ausstellung zum Thema „Daheim in Dedenhausen – Aber wo kommst du her?“. Die Bundeszentrale für politische Bildung fördert das Vorhaben mit knapp 5000 Euro. Es ist eines von 100 Dialogprojekten, die die Bundeszentrale in ihr neues Bildungsprogramm „Miteinander reden: Gespräche gestalten und gemeinsam handeln (2018-2020)“ aufgenommen hat. Mehr als 300 Bewerbungen waren für das Wettbewerbsverfahren eingesandt worden.

Bei „Miteinander reden“ geht es unter anderem um die Fragen, wie ein wertschätzendes Miteinander auf dem Lande gelingen kann, wie man Zugang zu unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen findet und wie die Rahmenbedingungen aussehen müssen, um viele Menschen zu einem Dialog zu bringen.

Eine Arbeitsgruppe der Zukunftswerkstatt will für die Ausstellung „Daheim in Dedenhausen“ Informationen zusammentragen, wie Flüchtlinge nach dem Zweiten Weltkrieg aufgenommen worden sind und wie heutige Einwohner einst als Gastarbeiter bei VW oder einem anderen Unternehmen Arbeit gefunden haben.

Die Macher suchen Einwohner, die früher als Saisonarbeiter in der Landwirtschaft gearbeitet haben – und solche, die der Liebe wegen nach Dedenhausen gezogen sind. Nach dem Motto „Schaut, früher wurde hier gespielt, eingekauft, spaziert, gearbeitet“ will die Gruppe aber auch Erinnerungen der alteingesessenen Bevölkerung sammeln. Sie will so Wissen über den Ort erhalten und weitergeben.

Vorurteile überwinden

„Wir möchten eine Ausstellung gestalten, die dazu einlädt, verschiedene Lebenswege unterschiedlicher Generationen nachzuzeichnen, um so miteinander ins Gespräch zu kommen, Vorurteile zu überwinden und Gemeinsamkeiten zu entdecken“, sagt Yvonne Sommer an, die federführend bei dem Projekt mitarbeitet. Ziel sei, die oft negativ besetzten Begriffe Flucht und Migration zu überwinden.

Für die Vorbereitung der Ausstellung dient das Mitmachfest für Familien, das die Zukunftswerkstatt am Sonntag von 15 bis 18 Uhr auf dem Festplatz vor der Turnhalle ausrichtet. „Die Familien wollen wir bei dem Fest mit ins Boot holen“, so Sommer. Damit zugezogene Familien etwas über die Geschichte des Dorfes erfahren, wird der Pressewart der Zukunftswerkstatt, der frühere Ortsbürgermeister Hans-Heinrich Bolten, während des Fests Dorfführungen anbieten.

Kreativwettbewerb mit Prämierungen

Außerdem will die Arbeitsgruppe dazu aufrufen, sich an dem Kreativwettbewerb „Mein Lieblingsort in Dedenhausen“ zu beteiligen. Einwohner können dazu bis zum 31. Januar 2020 Fotos, gemalte Bilder, Basteleien oder Videoaufnahmen einreichen. Die Beiträge sollen während der Ausstellung im Februar prämiert werden.

Von Friedrich-Wilhelm Schiller

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