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Edemissen Alvesser Naturschützer macht tierische Entdeckungen
Kreis Peine Edemissen Alvesser Naturschützer macht tierische Entdeckungen
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09:00 06.07.2019
Ein Weibchen des Großen Johannisglühwürmchens, aufgenommen von Reinhard Bartels. Quelle: Reinhard Bartels
Alvesse/Wipshausen

Der Wegerich-Scheckenfalter und die Feenlämpchenspinne sind in Deutschland seltene Tierarten – Naturschützer Harro Henke entdeckte sie allerdings in Wipshausen. Auch in seinem Garten daheim in Alvesse wurde er fündig: Dort hat sich gerade das Große Johannisglühwürmchen angesiedelt.

Bereits 2012 entdeckte Henke im Magerrasen-Biotop am ehemaligen Bahnhof in Wipshausen den Wegerich-Scheckenfalter. „Dieser steht auf der Roten Liste, er ist also vom Aussterben bedroht. Erfreulicherweise hat er sich mittlerweile in Wipshausen etabliert“, erklärt der Alvesser.

Der Wegerich-Scheckenfalter, aufgenommen von Harro Henkes Bekannten Siglinde Kortstock im Wipshäuser Biotop. Quelle: Siglinde Kortstock

Seine jüngste Entdeckung in dem Biotop ist allerdings die Feenlämpchenspinne, die nur selten zu beobachten ist und deren Vorkommen bislang in Wipshausen nicht nachgewiesen wurde. Markant für die Spinne ist der nur wenige Millimeter große Kokon, der in seiner ersten Phase Ähnlichkeit mit einem Lampenschirm hat – daher auch der Name des Tieres. „Den Kokon tarnt die nachtaktive Spinne bereits eine Nacht nach dem Bau mit Erde, mit der sie das Gebilde ummantelt. Es ist also selten, dass man einen ungetarnten Kokon findet“, so Henke. Nach fünf bis sieben Wochen beißen sich die Jungspinnen nach außen durch die Kokonwand.

Ein mit Erde getarnter Spinnenkokon. Quelle: Siglinde Kortstock

Die Feenlämpchenspinne sei weitestgehend unerforscht, führt er weiter aus. Daher war es zunächst schwierig, die genaue Art in Wipshausen zu bestimmen. „Mit Dr. Barbara Thaler-Knoflach von der Universität Innsbruck konnte ich dann aber die richtige Expertin finden. Sie konnte mir anhand mehrerer Fotos sagen, dass es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen Bau der Feenlämpchenspinne handelt“, erklärt Henke.

Eine ausgewachsene Feenlämpchenspinne. Quelle: Universität Innsbruck

Eine weitere tierische Entdeckung machte Henke in seinem eigenen Garten: Dort ist in diesem Sommer das Große Johannisglühwürmchen, auch als Großer Leuchtkäfer bekannt, heimisch. „Es handelt sich dabei um eine von drei Glühwürmchen-Arten, die in Deutschland vertreten sind“, so Henke. Sein Garten ist nach dem Prinzip der „Wilderness“ gestaltet, also naturbelassen – daher seien dort im Sommer immer wieder Glühwürmchen zu beobachten.

Lediglich die 15 bis 20 Millimeter großen Weibchen des Großen Johannisglühwürmchens können durch die Fähigkeit der Biolumineszenz, die auf chemischen Prozessen basiert, deutlich sichtbar leuchten. Im Gegensatz zu den kleineren Männchen sind sie allerdings flugunfähig. Diese sollen durch das Leuchten angelockt werden. Im Wipshäuser Biotop konnte Henke dann kürzlich noch deutlich mehr Glühwürmchen beobachten. Sein Tipp: „Vor 22.30 Uhr braucht man das aber nicht versuchen, da wird man nichts sehen können.“

Von Dennis Nobbe

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