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Edemissen 60 Jahre katholische Kirche in Edemissen: Festmesse zum Jubiläum
Kreis Peine Edemissen 60 Jahre katholische Kirche in Edemissen: Festmesse zum Jubiläum
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10:00 07.11.2019
Blick in den Altarraum. Quelle: Sylvia Knapek-Wodausch
Edemissen

Ein runder Geburtstag: Am 5. Juli 1959 wurde der Grundstein für den Bau einer katholischen Kirche in Edemissen gelegt. Schon wenige Monate später übergab der damalige Hildesheimer Weihbischof Heinrich Pachowiak das Gotteshaus feierlich der Gemeinde. Die Kirche bekam den Titel „Corpus Christi“ verliehen und war damit die erste mit diesem Namen im gesamten Bistum Hildesheim. Das war am Ersten Advent und ist mittlerweile 60 Jahre her. Für die Kirchengeschichte nur ein sehr kurzer Zeitraum, aber für die Gemeindemitglieder ein ganzes Zeitalter mit vielen Erlebnissen, Festen und Geschichten.

Viele freiwillige Helfer bauten ehrenamtlich an der Kirche mit. Quelle: Sylvia Knapek-Wodausch

Auf Initiative des ersten Pastors Theodor Disse erfolgte 1958 der Grundstückskauf. Bis dahin mussten die Sonntagsmessen im Gasthof „Zum weißen Berg“ gegenüber dem damaligen Rathaus gefeiert werden. Einer, der sich an die Anfänge erinnert, ist der heute 80-jährige Martin Olbrich. Er war am Bau beteiligt und packte damals fleißig mit an. Seitdem begleitet er die Gemeinde als Messdiener, manchmal als Küster, organisiert den Familienkreis, ist Ansprechpartner für fast alles und seit 50 Jahren im Kirchenvorstand.

Die Grundsteinlegung 1959. Quelle: Sylvia Knapek-Wodausch

Er erinnert sich, dass der Innenraum in den 60er Jahren einige Änderungen erfuhr: Anstelle eines schmalen Holzkreuzes über dem Hochaltar wurde ein Wandmosaik mit der Abendmahlsdarstellung angebracht. Der heute 91-jährige Braunschweiger Künstler und Diakon Claus Kilian fertigte das Bild 1964 für die Kirche an. Bemerkenswert ist die Darstellung: dem Verlauf der Geschichte vorgreifend, zeigt der Künstler nur elf Jünger. Als Verräter gebrandmarkt, wird Judas nicht mehr abgebildet. Anfang der 60er Jahre bekamen die Fenster eine künstlerische Verglasung. Aktuell wird ein Flyer mit einer Interpretation der einzelnen Fenster und ihrer Symbolkraft angefertigt.

Ein Gemeindehaus kam hinzu

 „Ende der 70er Jahre wurde beschlossen, das Pfarrhaus zu erweitern und ein Gemeindehaus zu bauen. 1982 war es dann so weit: Der neue Anbau wurde seiner Bestimmung übergeben“, blickt Olbrich zurück. In den letzten zehn Jahren musste die Pfeifenorgel von 1985 generalüberholt werden – und ganz neu ist die Heizungsanlage.

Schon die Weihe miterlebt

 Zur Festmesse lädt die Kirchengemeinde alle ein, um das 60-jährige Bestehen des Gotteshauses gebührend zu feiern. „Es ist ein besonderes Erlebnis für die Kirche und ihre Gemeindemitglieder. Einige Besucher, die diesen Tag mit uns feiern werden, haben die Weihe vor 60 Jahren selbst miterlebt“, betont Olbrich.

Zum Festgottesdienst werden rund 100 Personen erwartet. Besonders stolz ist Olbrich darauf, dass drei aus der Gemeinde hervorgegangene Priester ihr Kommen zugesagt haben: Die Pfarrer Klaus Hoheisel, Paul Lawatsch und Martin Sinnhuber begleiten die Feierlichkeiten, genau wie der ehemalige Pfarrer der Peiner Kirche „Zu den Heiligen Engeln“, Thomas Blumenberg. Pfarrer Hendrik Rust aus Peine übernimmt als Hauptzelebrant die Messfeier. Der Edemisser Gospelchor „The Lord‘s Prayers“ rundet die Messe musikalisch ab.

Festmesse und Martinsfest

Am Sonntag, 10. November, um 14 Uhr beginnt die Festmesse mit dem Gospelchor „The Lord’s Prayers“. Im Anschluss lädt der Kirchenvorstand zu Kaffee, Kuchen und einem Imbiss ins Gemeindehaus ein. Ganz wichtig: Das St. Martinsfest findet am Montag, 11. November, ab 17 Uhr statt. Es beginnt mit einer ökumenischen Andacht. Anschließend sind alle zum Laternenumzug mit St. Martin auf dem Pferd sowie zu heißen Getränken am Martinsfeuer eingeladen.

Von Sylvia Knapek-Wodausch

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