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Peine popt up „Peine popt up“: Rechtsanwalt Bremer beantwortet steuerliche Fragen
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21:26 12.06.2019
Johann-Heinrich Bremer berät Bewerber in Rechtsfragen und freut sich auf informative Gespräche. Quelle: Privat
Peine

Beim IdeenwettbewerbPeine popt up“ können Existenzgründer ihre Ideen überprüfen lassen, ob sich daraus eine interessante Geschäftsgrundlage entwickeln lässt. Die PAZ stellt in einer Serie die Coaches vor, die Unterstützung bieten.

Der Peiner Rechtsanwalt und Notar Johann-Heinrich Bremer informiert beim IdeenwettbewerbPeine popt up“, was juristisch bei der Gründungsplanung eines Unternehmens zu beachten ist. Von den ersten Überlegungen bis zur Gründung ist eine gute Zusammenarbeit mit den Steuerberatern und der Bank empfehlenswert.

„Aus der betriebswirtschaftlichen Grundplanung ergeben sich entscheidende Rechtsfragen, die bei der Wahl des Firmensitzes, der Miet- oder Kaufvertragsgestaltung, Festlegung der Ausstattung der Räumlichkeiten, Personal- und Finanzplanung ihre Auswirkungen haben“, erklärt Bremer.

Oft fehlt es an Liquidität

Oft fehle es Unternehmern in der Gründungsphase an Liquidität. Nur die Wirtschaftsgüter, die als Gebrauchsartikel gut wieder verkaufbar sind, sollten daher erworben, andere geleast oder gemietet werden. Um bei Misserfolg den Standort zu verlagern oder aufzugeben, empfiehlt er für die Räume zunächst eine kurze Mietvertragsdauer. „Optimal ist es, wenn der Vermieter dem Mieter ein Optionsrecht auf Verlängerung des Mietvertrages einräumt, wobei die Schutzvorschriften des Wohnungsmietvertrages bei gewerblichen Räumen nicht gelten“, so Bremer.

Sofern das Jungunternehmen nicht den Handel von geringwertigen Wirtschaftsgütern umfasse, hält der Anwalt ausgearbeitete und zu verwendende allgemeine Geschäftsbedingungen für zwingend erforderlich. Strenge gesetzliche Regelungen gelte es dabei zu beachten, um nicht bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung das Nachsehen zu haben.

Produkthaftpflicht ist wichtig

Zudem hält er Versicherungen wie Berufshaftpflicht, Haftpflicht zur Abdeckung der Risiken, die durch den Betrieb des Unternehmens ausgehen sowie eine Produkthaftpflicht für wichtig. Neben der Anmeldung des Unternehmens beim Finanzamt sind weitere Anmeldungen erforderlich, zum Beispiel bei der Industrie- und Handelskammer oder beim Gewerbeaufsichtsamt.

„Die Rechtsformwahl ist sehr bedeutsam, egal, ob ein Unternehmen von einem Inhaber oder von mehreren Personen gemeinsam betrieben werden soll“, weiß Bremer. Kooperationsmöglichkeiten sind: Personengesellschaften wie Offene Handelsgesellschaft, Kommanditgesellschaft, Stille Gesellschaft oder Körperschaften wie Kapitalgesellschaften, Wirtschaftlicher Verein, Eingetragene Genossenschaft, Aktiengesellschaft, Mischform GmbH & Co. KG sowie die in der Praxis häufig anzutreffende Unternehmergesellschaft.

Kompetenz- und Gewinnverteilung

Die Kompetenz- und Gewinnverteilung lassen sich in allen Gesellschaftsformen annähernd vergleichbar regeln, wenngleich steuerliche Unterschiede bestehen können. Notarkosten oder Eintragungsgebühren bei Gericht, sind für eine auf lange Zeit angelegte Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung. „Wichtiger ist die Rechtsformwahl unter Berücksichtigung der Frage der Haftungsbegrenzung“, sagt Bremer.

Zwar könne sich eine GbR auch später in eine andere Rechtsform „wandeln“. Doch jeder Gründer sollte die Haftungsbegrenzung im Auge haben, um im Falle eines Scheiterns, sich nicht einer unüberschaubaren Haftung ausgesetzt zu sehen.

Johann-Heinrich Bremer hat weitere Einzelheiten für Firmengründer in einem ausführlichen Bericht zusammengefasst, der unter www.paz-online.de abrufbar ist. Gerne beantwortet Bremer rechtliche Fragen rund um Ihre Idee. Telefonischer Kontakt unter der Nummer 05171/76310.

Von Birthe Kussroll-Ihle

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